Jugendliche Weltraumforscher: Schüler-Ingenieur-Akademie gestartet

Ulrich Köhler: "Die Roboter müssen auf der nachgebauten Marsoberfläche einige Aufgaben erfüllen." (Foto: Ralf Drescher)

Adlershof. Im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist man bei internationalen Raumfahrtmissionen und der Erkundung ferner Welten hautnah dabei. Im Rahmen der Schüler-Ingenieur-Akademie werden jetzt auch Jugendliche in die Weltraumforschung einbezogen.

Zwar bleiben die Roboter, die die elf Gymnasiasten aus Eichwalde und Königs Wusterhausen in den nächsten Monaten entwickeln, auf der Erde. Aber die Grundlage für die automatische Erkundung fremder Himmelskörper müssen die Elftklässler demnächst anwenden. Aus dem Lego-Robotersystem Mindstorms werden kleine Roboter mit Sensoren, Kameras, Greifarmen und Raupenketten gebaut.

„Dabei kommen fast alle Komponenten eines Roboters zum Einsatz, die auch in der echten Weltraumforschung verwendet werden“, erläutert Konrad Oecken, Student der Luftfahrttechnik an der Technischen Hochschule Wildau. Sie ist im Rahmen der Schüler-Ingenieur-Akademie Partner der Adlershofer Raumfahrtforscher. In Wildau und Adlershof werden die Schüler in kleinen Teams die Lego-Roboter zum Leben erwecken, Programme schreiben, Bewegungsabläufe optimieren und dem elektronischen Menschenersatz komplette Arbeitsgänge beibringen. Außerdem werden die Teammitglieder Planeten und Sterne beobachten und die Firma Astro und Feinwerktechnik besuchen, die bereits Komponenten für mehrere europäische Satelliten gefertigt hat.

Bis zum Juni 2016 müssen die Schüler mit ihren Robotern fertig sein. Dann kommt die Stunde der Wahrheit. „Dann müssen die Roboter auf einer nachgebauten Marsoberfläche in Adlershof beweisen, das sie praxistauglich sind und eine ganze Reihe von Aufgaben erfüllen“, kündigt Ulrich Köhler vom Institut für Planetenforschung der DLR an. „Wir werben damit auch Interessenten für entsprechende Studienrichtungen, die vielleicht später als Ingenieure nach Adlershof zurückkommen und uns bei der Weltraumforschung unterstützen“, so Ulrich Köhler. Bei der nächsten Schüler-Ingenieur-Akademie sollen dann auch Berliner Schüler dabei sein. RD
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