Neue Messplätze für Forschungen zu regenerativen Energien eingeweiht

Ministerin Johanna Wanka gibt den Elektronenfluss zu EMIL frei. (Foto: Ralf Drescher)
Berlin: Bessy II |

Adlershof. Künftig kann am Helmholtz-Zentrum Berlin noch besser für die Umsetzung der Energiewende geforscht werden. Dafür wurde jetzt ein Anbau des Elektronenbeschleunigers Bessy II in Betrieb genommen.

EMIL, so der Name des Geräts, steht für "Energy Materials In-Situ Laboratary Berlin". In seinem Inneren befindet sich ein Röntgenstrahlrohr mit zwei Messplätzen, unter anderem für die Erforschung von Materialien zur Gewinnung regenerativer Energien. So können zum Beispiel noch effektivere Solarzellen oder Hochleistungsenergiespeicher entwickelt werden. „In unserem neuen Labor werden wir besser als irgendwo sonst auf der Welt Materialherstellung und präzise Analyse von Schichteigenschaften ohne Unterbrechung des notwendigen Vakuums miteinander verbinden, um noch bessere Dünnschichtsolarzellen und Energiespeicher zu entwickeln", erläutert Klaus Lips, Projektleiter für EMIL im Helmholtz-Zentrum Berlin.

Errichtet wurde der Messplatz gemeinsam mit der Max-Planck-Gesellschaft, mit der sich das HZB auch die Zeit für die Experimente teilen wird. Das Geld für die 20 Millionen Euro teure Investition kommt dagegen aus drei Kassen. Fast zu gleichen Teilen haben Helmholtz-Zentrum, Max-Planck-Gesellschaft und das Bundesministerium für Bildung und Forschung ihren Anteil zur Verfügung gestellt. Baubeginn war im Sommer 2013. Extra zur Einweihung war Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) gekommen, deren Ministerium ein Drittel der Investitionskosten zur Verfügung gestellt hatte.

„Die Erkenntnisse über neue Werkstoffe sind die Triebkraft der geplanten Energiewende. Die ganze Welt schaut auf Deutschland, ob wir unsere Pläne realisiert bekommen“, sagte die Ministerin. Derzeit laufen auf der anderen Seite des Bessy-Elektronenspeicherrings weitere Bauarbeiten. Dort entsteht für 40 Millionen Euro ein Linerarbeschleuniger, der ab 2020 in Dauerbetrieb gehen soll.

Dann verfügt das Helmholtz-Zentrum in Berlin am Standort Adlershof über drei Messgeräte für den Bereich der schnellen Elektronen, die Weltgeltung haben. RD
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