8000 Quadratmeter für Forschung und Produktion

Im Neubau an der Johann-Hittorf-Straße befindet sich das Zentrum für Photovoltaik und erneuerbare Energien. (Foto: Ralf Drescher)

Adlershof. Der Neubau an der Johann-Hittorf-Straße ist fertig. Seit März 2011 entstand das Zentrum für Photovoltaik und erneuerbare Energien (ZPV).

Als der Bau vor fast einem Jahrzehnt geplant wurde, setzte man noch auf die auch in Adlershof im Aufschwung befindliche Solarbranche. Inzwischen haben alle drei Solarhersteller am Standort die Insolvenz hinter sich, bei Solon läuft die Produktion noch auf Sparflamme, Sulfurcell ist ganz von der Bildfläche verschwunden.

Deshalb wurde die Nutzungspalette für den Neubau von reiner Solartechnik auf alle erneuerbaren Energien ausgeweitet. Weil das Bauprojekt zu 90 Prozent durch das Land Berlin im Rahmen des Programms "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsförderung" finanziert wurde, müssen die Mieter bestimmte Bedingungen erfüllen. Die Mietverträge können für bis zu acht Jahre abgeschlossen werden.

Neben Räumen für Labor- und Büronutzung gibt es auch eine sechs Meter hohe Halle für Pilotproduktionen. Hier können bis zu fünf voneinander getrennte Produktionslinien aufgebaut werden. "Die Nutzung erneuerbarer Energien und von Photovoltaik ist eine der zentralen Antworten auf die Herausforderungen der Stadt der Zukunft. Das zeigt die starke Entwicklung dieser Branche hier am Hochtechnologiestandort Adlershof", sagte Staatssekretär Henner Bunde von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung zur Eröffnung.

Das Bauvorhaben hat rund 33 Millionen Euro gekostet. Eine Kantine, Versuchsflächen für Solarmodule und begehbare Dachgärten gehören zur Ausstattung. Wärme und Kälte zur Klimatisierung werden über Erdsonden gewonnen und eine Photovoltaikanlage über dem Eingangsbereich weist auf die Nutzung des Gebäudes hin.

Bisher haben sich drei Unternehmen eingemietet. Sie belegen rund 16 Prozent der Nutzfläche. "Wir sind mit weiteren potenziellen Mietern im Gespräch", betont Wista-Sprecher Peter Strunk.

Der Technologiestandort Adlershof wächst seit 1991 auf rund 420 Hektar Fläche. Entstanden ist ein Wissenschafts- und Technologiepark mit rund 450 Unternehmen und mehreren Instituten der Humboldt-Universität. Auf dem Areal arbeiten, lehren, forschen und lernen über 23 000 Menschen.


Ralf Drescher / RD
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