Glienicker Weg bis zum Adlergestell jetzt vierspurig

Adlershof. Die Tangentiale Verbindung Ost (TVO) entwickelt sich. Jetzt wurde mit dem Glienicker Weg ein weiterer Teil der Schnellstraße im Südosten Berlins fertig.

Seit 2007 geht es vierspurig und kreuzungsfrei auf einem Damm von der Straße An der Wuhlheide zum Glienicker Weg. Der zeigte sich aber auf dem letzten Kilometer bis zum Adlergestell als "Flaschenhals". Eine Fahrbahn pro Richtung war einfach zu wenig für den Verkehr zwischen Großraum Köpenick und Autobahnanschluss in Adlershof. Jetzt ist der Engpass Geschichte, bis auf zwei kleine Baustellen steht die neue Straße mit je zwei Fahrspuren zur Verfügung. Nach gut drei Jahren ist der 960 Meter lange Streckenabschnitt fertig. Eigentlich sollte bis in das nächste Jahr hinein gebaut werden. "Durch Straffung des Ablaufs konnten wir vorzeitig fertig werden", freut sich Jürgen Papst, Leiter des Tiefbauamts. Das hätte auch anders kommen können. Die Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg als Betreiberin des örtlichen Gasverteilnetzes hatte ein 50 Zentimeter dickes und 350 Meter langes Gasrohr neu verlegt. "Dabei wurde der Boden nicht richtig verdichtet. Später wäre die Straße dort eingebrochen. Deshalb musste die Hochdruckleitung wieder raus und die Baugrube neu verfüllt werden. Dadurch haben wir drei Monate Zeitverzug gehabt", ärgert sich Bauleiterin Gerlinde Schmidt vom Tiefbauamt.Das Bauvorhaben hat rund 20 Millionen Euro gekostet. Nur auf den Straßenbau entfielen 2,5 Millionen Euro. Der Bau einer neuen Bahnbrücke über die nun vierspurige Straße und die Grundwassersanierung auf einem mit der Straße überbauten früheren Betriebsgelände von Berlin Chemie waren besonders kostspielig.

Da auf dem Grundstück früher mit Pflanzenschutzmitteln gearbeitet wurde, war eine Bodensanierung erforderlich.

Weil die Straße schon fast komplett befahrbar ist, gibt es keine offizielle Verkehrsfreigabe. "Am 30. November kommen die letzten Absperrungen weg", sagt Jürgen Papst. Der Glienicker Weg hat jetzt jeweils 1,60 Meter breite Radwege und 2,50 Meter breite Gehwege. Auf dem Mittelstreifen und am Straßenrand werden in den nächsten Wochen noch rund 160 Ulmen gepflanzt.


Ralf Drescher / RD
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