Park rund um Ober- und Orankesee soll zur IGA einer von "Berlins grünen Orten" werden

Wie alle Grünanlagen in Berlin erstrahlt derzeit der Park am Obersee in prachtvollen Herbstfarben. (Foto: Wrobel)

Alt-Hohenschönhausen. Zum Start des Internationalen Gartenausstellung im April kommenden Jahres soll der Park rund um Ober- und Orankesee einen Namen erhalten. Bürger sind aufgerufen, noch bis zum 31. Dezember abzustimmen.

Seit vielen Jahren engagieren sich Anwohner für den Erhalt der beiden Seen und der dazugehörigen Parkanlagen. Seit dem Jahr 2011 wird die grüne Idylle mitten in der Stadt auch vom Bezirksamt Stück für Stück saniert. Die Seen wurden entschlammt, frühere Spundwände an den Ufern verschwanden, die Ufer selbst wurden renaturiert. Ein neu gebauter Seewasserfilter für den Obersee, der im Gegensatz zum Orankesee ein künstlich angelegtes Regenrückhaltebecken ist, soll für dessen Sauberkeit sorgen. Ein in der Hauptstadt einzigartiges Modellprojekt, welches das Wasser auf natürlichem Wege reinigen soll – auch wenn derzeit Algen den Betrieb des Filters einschränken, wie es seitens des Bezirksamtes heißt.

Insgesamt wurden 3,3 Millionen Euro in die Instandsetzung beider Seen investiert. Noch immer ist das Gesamtprojekt nicht fertig. Denn jetzt sind die beiden Parkanlagen dran: Durch sie hindurch verläuft die marode Oberseestraße. Der bisher unbefestigte Gehweg wird gerade neu angelegt. Die Querungsmöglichkeiten zwischen den beiden Parkanlagen sollen verbessert und der Bereich verkehrsberuhigt werden. Ziel ist es, die Anlagen gut miteinander zu verbinden, um so die grünen Kleinode für Spaziergänger und Erholungssuchende noch attraktiver zu machen. Die Straße wird voraussichtlich noch im November fertiggestellt. Zudem sollen der Spielplatz am Orankesee umgestaltet und die Zaunanlage am See instand gesetzt werden.

Zur IGA präsentieren

So herausgeputzt sollen sich die innerstädtischen Parkanlagen und Seen auch bei der Internationalen Gartenausstellung (IGA) präsentieren, die am 13. April kommenden Jahres eröffnet wird. Im Rahmen von "Berlins grüne Orte" wollen die Veranstalter der Ausstellung auch auf die schönsten öffentlichen Parks und Gärten in der Hauptstadt hinweisen. Es war unter anderen der Förderverein Obersee und Orankesee, der sich dafür einsetzte, dass die Parkanlagen in Alt-Hohenschönhausen in dieses Programm aufgenommen wurden. Unter dem Arbeitstitel "Alt-Hohenschönhausener Seenpark" trieb es die Sanierung und Aufwertung der Grünanlagen in den vergangenen elf Jahren voran.

Jetzt soll ein offizieller Name für den Seenpark festgelegt werden. Der Förderverein ruft die Bürger auf, sich zu beteiligen. Bis zum 31. Dezember können Internetnutzer auf der Seite www.obersee-orankesee.de für einen von sechs Namen stimmen – zur Auswahl stehen: Seenpark Alt-Hohenschönhausen, Obersee-Orankesee-Park, Alt-Hohenschönhausener Seenpark, Der Seenpark, Hohenschönhausener Seenpark und Althohenschönhausener Seenpark. Erstgenannter führt zurzeit mit 33 Prozent der bisher abgegebenen Stimmen. "Ich würde mich über eine hohe Beteiligung der Bürger freuen", sagt der Vorsitzende des Fördervereins Jörg Ritter. KW

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