Zu viele: Gedenkstätte Hohenschönhausen muss Besucher abweisen

Berlin: Gedenkstätte Hohenschönhausen |

Alt-Hohenschönhausen. Wegen Überfüllung musste die Gedenkstätte Hohenschönhausen in den ersten beiden Monaten dieses Jahres rund 9000 Besucher zurückweisen. Grund für den Andrang im ehemaligen Stasi-Gefängnis ist laut Gedenkstättendirektor Hubertus Knabe vor allem die Nachfrage von Schulklassen.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Gedenkstätte in der Genslerstraße 66 mehr als 30.000 Menschen eine Absage erteilt. Das Interesse an der Gedenkstätte scheint stetig zu steigen: 2014 zählte sie 436.000 Besucher, das sind 67.000 mehr als im Vorjahr.

Knabe will die Situation entspannen, deshalb werden ab sofort Gruppenführungen auch in den frühen Abendstunden möglich sein. Einzelbesucher können von April bis Oktober täglich zwischen 10 und 16 Uhr zu jeder vollen Stunde an einem öffentlichen Rundgang teilnehmen. Englischsprachige Führungen gibt es täglich um 11.30 Uhr und um 14.30 Uhr. Diese Erweiterungen reichten aber nicht aus, um die Nachfrage nach Führungen zu befriedigen, schränkt Knabe ein.

Der Gedenkstättendirektor fordert deshalb vom Senat und vom Bund, auch Führungen im ehemaligen Ost-Berliner Polizeigefängnis in der Keitelstraße nahe des Alexanderplatzes zuzulassen. "Wir könnten dort jederzeit mit Führungen beginnen, brauchen dazu aber einen Auftrag des Senats oder des Abgeordnetenhauses. Leider hat sich trotz unserer Bemühungen nichts getan", sagt Knabe.

Weitere Informationen gibt es unter www.stiftung-hsh.de.

Karolina Wrobel / KW
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