Elfgeschosser an der Gehrenseestraße ist bald fertig

An der Gehrenseestraße 99 realisiert der Projektentwickler aus dem Westerwald GPU das Q99. (Foto: Wrobel)

Alt-Hohenschönhausen. Lange Zeit stand das Relikt aus DDR-Zeiten überwiegend leer: Nun will die Gesellschaft für Projektentwicklung und Unternehmensberatung (GPU) dafür sorgen, dass bereits im Herbst die ersten Mieter ins elfgeschossige Hochhaus an der Gehrenseestraße 99 ziehen.

"Die Vermietung läuft bereits", sagt Rolf Scheidgen von der Gesellschaft für Projektentwicklung und Unternehmensberatung. "Im Juli wollen wir das Gebäude offiziell übergeben, ab September werden die ersten Mieter hier einziehen." Noch ist der Elfgeschosser an der Gehrenseestraße 99 eingerüstet, die Sanierung des Verwaltungsgebäudes aus DDR-Zeiten läuft auf Hochtouren. Einst saß im Haus der Volkseigene Betrieb (VEB) Spezialbau. Seit den 1990er-Jahren stand das Haus zum größten Teil leer.

"Nach unserem erfolgreichen Projekt Q216 an der Frankfurter Allee haben wir uns entschlossen, auch dieses brach liegende Gebäude als Wohnungsstandort zu entwickeln", so Scheidgen. Der Projektentwickler GPU aus dem Westerwald hat bereits einige architektonische Altlasten in Lichtenberg in adrette Wohngebäude umgewandelt: So baute GPU das Kaufhaus auf dem Anton-Saefkow-Platz zu einem Wohnhaus um, ebenso, wie den ehemaligen Verwaltungsstandort der Deutschen Bahn an der Frankfurter Allee 216, der als Q216 für 20 Millionen Euro saniert und mit Studentenwohnungen versehen wurde. Jetzt folgt mit Q99 das zweite große Wohnprojekt der GPU. Am Standort in der Gehrenseestraße 99 entstehen derzeit 351 Wohneinheiten. Rund die Hälfte sind Ein-Zimmer-Apartments. Es soll aber auch Wohnungen mit drei Zimmern geben. Das kleinste Apartment wird mit 27 Quadratmetern für 8,50 Nettokaltmiete vermietet. Viele der Wohnungen sind altersgerecht gebaut, ebenerdige Duschen sorgen für Barrierefreiheit. Schon jetzt gebe es zahlreiche Anfragen von Senioren des angrenzenden Wohngebiets an der Anna-Ebermann-Straße, berichtet Scheidgen.

In diesem Wohngebiet werden derzeit mehrere Häuser saniert und modernisiert (die Berliner Woche berichtete), viele Anwohner befürchten stark steigende Mieten. "Wir wollen mit unserem Projekt helfen, den Kiez zum Wohnungsstandort zu entwickeln", sagt Rolf Scheidgen. Mit dem Anbau einer Kita für etwa 100 Mädchen und Jungen soll Q99 auch für Familien attraktiv sein.

Das Projekt ist das erste von zahlreichen geplanten Wohnungsprojekten im Kiez, das nun bald fertig gestellt wird. Gleich nebenan soll eine Einfamilien- und Reihenhaussiedlung für 140 Parteien entstehen, die vom Projektentwickler "Gehrenseestraße 100" umgesetzt wird. Das Bezirksamt hat auch dort bereits einige Baugenehmigungen erteilt.

"Noch im Frühjahr dieses Jahres wird mit dem Bau der ersten Häuser begonnen", sagt Norbert Eyck, Geschäftsführer des Projektentwicklers. Daher dränge nun auch die Zeit, den "städtebaulichen Missstand" zu beheben, der rund um die Wartenberger Straße herrscht, so der Stadtrat für Stadtentwicklung Wilfried Nünthel (CDU). Die Ruinen der Ausländerheime will der Projektentwickler Lakis bereits seit mehreren Jahren sanieren. Rund 600 Wohneinheiten und eine Kita sollen dort entstehen. Doch nach wie vor passiert nichts.


Karolina Wrobel / KW
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