Kritik an Verein "Unentdecktes Land"

Berlin: Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen |

Alt-Hohenschönhausen. Gegen eine geplante Aktion des Vereins "Unentdecktes Land" hat der Direktor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, Hubertus Knabe, protestiert.

Der Verein hatte für den 13. August zum "55. Jahrestag der Sicherung der Staatsgrenze der Deutschen Demokratischen Republik" auf dem Pariser Platz aufgerufen. "Es ist an Zynismus kaum zu überbieten, ausgerechnet dort und an diesem Tag die tödliche DDR-Grenze zu rechtfertigen. Das Brandenburger Tor war 28 Jahre lang Symbol der Teilung und Unterdrückung. Die geplante Aktion einiger Ewiggestriger fügt den Angehörigen der Mauertoten und Tausenden früher inhaftierten DDR-Flüchtlingen neues Leid zu", so Knabe.

Der Verein "Unentdecktes Land" und die "RotFuchs"-Regionalgruppe Lichtenberg hatten eine weitere Veranstaltung im Nachbarschaftshaus KultSchule anlässlich des Mauerbaus abhalten wollen. Der Betreiber des Hauses, der Verein Lyra, lenkte ein und hat den Veranstaltern die Räume nicht zur Verfügung gestellt (die Berliner Woche berichtete).

Am 13. August 1961 wurde die Sektorengrenze der DDR zu Berlin (West) geschlossen. Später begann der Bau der Mauer. Von 1961 bis 1989 kamen mehr als 72 000 Menschen wegen des DDR-Grenzregimes in Haft. Die Zahl der Toten wird auf über 1000 geschätzt. KW
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