Verkehrslenkung prüft Maßnahmen für Malchower Weg

Alt-Hohenschönhausen. Mehr Schutz vor Verkehrslärm, das fordern Anwohner des Malchower Wegs mit einer Demo am 18. August um 18 Uhr. Die Verkehrslenkung Berlin prüft derzeit, ob ein Lärmschutz angebracht ist.

Seit Jahren leben die Anwohner am Malchower Weg mit dem Lärm der Verkehrsstraße. "Die Forderungen der Anwohner sind berechtigt. Das hohe Verkehrsaufkommen bringt zudem Gefahren für Kita- und Schulkinder", sagt auch der Stadtrat für Bürgerdienste und Ordnungsangelegenheiten, Andreas Prüfer (Die Linke).

Die Anwohner fordern tagsüber ein Tempolimit von 30 Kilometern pro Stunden, dazu ein Verbot von Lastkraftwegen mit einem Gewicht über 7,5-Tonnen. Zudem schlagen sie vor, den Autobahnwegweiser zu entfernen, um den Durchgangsverkehr zu reduzieren. Mit einer Demonstration vor Ort wollen die Anwohner am 18. August um 18 Uhr in Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) ihren Forderungen Nachdruck verleihen.

Behörde lässt sich Zeit

Die Verkehrslenkung Berlin (VLB) lässt sich bislang Zeit für eine verbindliche Entscheidung zu Lärmschutzmaßnahmen. "Den genauen Termin können wir aufgrund der laufenden Untersuchungen noch nicht nennen", sagt Sprecher Dirk Ehlert auf Nachfrage der Berliner Woche. Entschieden sei allein, dass die Autobahnwegweiser bleiben.

"Die Wegweisung muss durchgängig und vollständig sein, damit sich auch Ortsunkundige zurecht finden", so Ehlert.

Nachts gilt das Tempolimit von 30 km/h am Malchower Weg bereits. Eine Berechnung der Verkehrslenkung Berlin ergab nun, dass der Lärm tagsüber bei einer Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h um drei Dezibel gesenkt werden könnte.

Doch welche Richtwerte gelten, das will die Verkehrslenkung noch abwägen: Grundsätzlich gelten mehr als 70 Dezibel am Tag als Lärm, nachts liegt der Wert bei 60 Dezibel. Dieser Richtwert werde am Malchower Weg nach eigener Berechnung nicht überschritten, so die VLB. Jetzt muss die Behörde entscheiden, was wichtiger ist: der reibungslose Verkehrsablauf im Hauptverkehrsstraßennetz oder die "Individualinteressen der Wohnbevölkerung", wie es Dirk Ehlert formuliert.


Karolina Wrobel / KW
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