Bezirk investiert rund 13 Millionen Euro im Gartendenkmal

In den nächsten zwei Jahren wird im Treptower Park tüchtig gebaut. Auch der Sommerblumengarten - links im Bild - wird erneuert. (Foto: Ralf Drescher)

Alt-Treptow. In den kommenden zwei Jahren wird im Treptower Park tüchtig gebaut. Der Bezirk investiert rund 13 Millionen Euro, baut dafür im historischen Gartendenkmal Wege, Themengärten und Parkplätze neu.

Jetzt wurden diese Pläne im Umweltausschuss der BVV vorgestellt. Weil mit Fördermitteln gebaut wird und der Förderzeitraum 2016 endet, müssen die ehrgeizigen Planungen zügig umgesetzt werden. Bereits im kommenden Winter werden Rodungs- und Abrissarbeiten ausgeführt, im Frühjahr 2015 ist der eigentliche Baubeginn. Abgerissen wird unter anderem das alte, seit Jahren nicht mehr genutzte Gebäude in der Nähe des Sommerblumengartens. Die Idee, hier ein Parkcafé einzurichten, hatte sich zerschlagen.

"Wir erneuern die Hauptwege im Park. Dabei erhält der Spreeuferweg einen Asphaltbelag, die anderen Wege einen Tennenbelag. Die Zufahrt zum Treptower Hafen wird umgebaut, Parken ist hier künftig nicht mehr möglich. Für Behinderte wird es aber Parkplätze im Hafenbereich geben", erläutert Projektleiterin Kirsten Plietzsch vom Straßen- und Grünflächenamt.

Die beiden großen Parkplätze im Park werden umgebaut und neu geordnet. Die Anzahl der Stellplätze bleibt ungefähr gleich. So können am Rosengarten künftig bis zu 120 PKW abgestellt werden, der öffentliche Parkplatz bei Zenner bietet 90 Autos Platz. Am Rosengarten entsteht außerdem eine Haltemöglichkeit für Reisebusse. Allein der Neubau der beiden Parkplätze schlägt mit 1,9 Millionen Euro zu Buche.

Ebenfalls erneuert wird der Sommerblumengarten. Die dortigen Wasserbecken werden repariert, zur Bewässerung der Blumenbeete wird ein Tiefbrunnen gebohrt. Ein Minuspunkt im Treptower Park waren bisher die fehlenden Toiletten. "Wir bauen zwei Toilettenanlagen. Die erste im Bereich des Hafens, die zweite Anlage am Weltspielplatz", erläutert Projektleiterin Plietzsch.

Am Hafen wird es außerdem einen Infopavillon geben, in dem über touristische Angebote vor Ort informiert wird. Da das Projekt Treptower Park unter dem Titel "Touristische Erschließung" läuft und dafür auch die Förderung beantragt wurde, ist auch noch Geld für einen Wasserwanderstützpunkt da. Der entsteht gleich neben dem so genannten Ufersitzplatz, der bereits im 1. Bauabschnitt in der Sichtachse des Rosengartens errichtet worden war. Hier können künftig Ruderer, Paddler und Motorbootfahrer anlegen, Sanitäranlagen nutzen und die Rast für einen Ausflug in den Park nutzen.

Ein bisheriges Manko wird ebenfalls behoben. Auch bei der Berliner Woche gingen mehrfach Klagen ein, dass es außer im neu hergerichteten Rosengarten nirgends Bänke zum Rasten gibt. Die Möblierung der jetzt umzubauenden Teile gehört ebenfalls zum Projekt. Mit dem Umbau kommen rund 130 Bänke und 90 Abfallbehälter im Treptower Park hinzu.

Wo so viel gebaut wird, gibt es auch Schatten. "Es wird sicher Einschränkungen für Parkbesucher geben, für die wir schon jetzt um Nachsicht bitten", sagt Projektleiterin Kirsten Plietzsch. Spätestens im Frühjahr 2015 gibt es eine Bürgerversammlung, auf der weitere Informationen zum folgenden Bauablauf bekannt gegeben werden.

Seit 2009 waren in einem ersten Bauabschnitt für rund vier Millionen Euro unter anderem der Pflegebeschnitt der historischen Platanenallee und die Erneuerung des Rosengartens mit einer Bewässerungsanlage und Springbrunnen erfolgt.


Ralf Drescher / RD
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