Rocker und Veteranen am Treptower Ehrenmal

Zur Ehrung marschierten auch echte Veteranen der Roten Armee. (Foto: Ralf Drescher)

Alt-Treptow. Einmal im Jahr ist das sowjetische Ehrenmal Anziehungspunkt für Menschen aus der früheren Sowjetunion. Am 9. Mai – dort als Tag der Befreiung gefeiert – kamen Kriegsveteranen, Berliner mit russischen Wurzeln und die putintreuen Nachtwölfe, eine Rockertruppe.

Wegen letzteren Besuchern, die wegen eines Durchreiseverbots in Polen auf Umwegen nach Berlin reisen mussten, war in diesem Jahr viel Polizei vor Ort. Die Rocker mussten auf ihren Motorrädern ohne Fahnenschmuck durch die Stadt fahren und ihre Bikes vor dem Ehrenmal abstellen. Zur Kriegsgräberstätte ging es nur zu Fuß.

Die meisten Besucher waren aber weniger martialisch gekleidet. Allerdings trugen nicht nur Veteranen des Zweiten Weltkriegs, sondern sogar deren Enkel und Urenkel Militäruniformen der untergegangenen Sowjetunion mit Hammer und Sichel. Neben Sowjetfahnen wurde auch viel Propaganda gezeigt, darunter mehrfach die Fahne der international nicht anerkannten „Republik Donezk“, deren Territorium zur Ukraine gehört.

Neben Vertretern der Linken wie der Bundestagsabgeordneten Gesine Lötzsch wurden Botschafter mehrerer früherer Sowjetrepubliken gesehen, Vertreter gleich mehrerer deutscher kommunistischer Parteien und Kleingruppen von Linksextremisten. Sogar Verschwörungstheoretiker hatten einen Stand aufgebaut. RD
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