Am Weltspielplatz gibt es schon erste Schäden

Schäden nur einen Monat nach der Eröffnung: Die Kalksteine am Spielkontinent Amerika zerbröseln bereits. (Foto: Ralf Drescher)

Alt-Treptow. Am 19. September wurde der Weltspielplatz am Rand des Treptower Parks eröffnet. Jetzt zeigen sich bereits erste Schäden.

"Aus den Fugen von Australien krümelt der Zement, es gibt bereits erste Risse. Die Umrandung von Amerika ist aus Kalkstein. Der zerbröselt bereits zu kleinen Stücken", ärgert sich ein Anwohner. Bereits kurz vor der Eröffnung im September sollen die Bauleute zu Nachbesserungen angerückt sein, sagt der Mann weiter.Der Rohbau des Weltspielplatzes auf dem Areal der früheren Gaststätte "Plänterwald" war in rund einjähriger Bauzeit für 380 000 Euro errichtet und gemeinsam mit Fußballtrainer Berti Voigts im September der Öffentlichkeit übergeben worden. Obwohl noch keine Spielgeräte montiert sind - dafür werden 980 000 Euro von Sponsoren gebraucht - war der Weltspielplatz an den vergangenen Wochenenden von Kindern und ihren Eltern schon gut besucht.

Ingrid Lehmann, die Leiterin des Amts für Tiefbau und Landschaftsplanung, räumt ein, dass es bereits vor der Eröffnung Vandalismusschäden gegeben habe. Steine waren herausgebrochen worden und mussten wieder befestigt werden.

Wie sie auf Nachfrage mitteilt, handelt es sich bei den Schäden an der Einfassung aus Kalkstein aber um natürliche Verwitterung. "Unsere heutige Kontrolle - nach der Anfrage der Berliner Woche - ergab keine neuen Schäden. Durch das Revier und die Projektleiterin wird der Spielplatz kontinuierlich auf Gefahrenstellen geprüft", teilt Ingrid Lehmann mit.

Der neue Weltspielplatz soll die Kinder mit ihren Altersgenossen in anderen Ländern bekannt machen. Die Spiellandschaften werden den Kontinenten und der Antarktis nachempfunden. Die noch geplanten Spielgeräte können aber erst montiert werden, wenn Sponsoren dafür Geld geben. Ob Kalkstein das geeignete Material für eine Spielplatzumrandung unter freiem Himmel ist, darf jedoch angezweifelt werden. Nur wenige Kilometer entfernt im Görlitzer Park in Kreuzberg war der aus gleichem Material gebaute Pamukkale-Brunnen in wenigen Wintern zerbröselt, das Kunstwerk musste 2009 abgerissen werden.


Ralf Drescher / RD
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