Schüler eiferten dem Künstler Manfred Bofinger nach

Bofingers Tochter Luise, der Linken-Politiker Gregor Gysi und Bofingers Witwe, Gabriele Bofinger, betrachten die Zeihnungen. (Foto: Ralf Drescher)

Alt-Treptow. Manfred Bofinger (1941-2006) zählte zu den bedeutendsten Grafikern der DDR. Er arbeitete als Karikaturist und wurde als Eulenspiegel-Zeichner bekannt. Der Eulenspiegel war die einzige Satirezeitschrift der DDR. Jetzt hat die Bouché-Grundschule einen Manfred-Bofinger-Wettbewerb ausgerichtet.

Als Schirmherr des Wettbewerbs, zu dem Schüler insgesamt 180 Bilder und Zeichnungen eingereicht hatten, konnte Bundestagsabgeordneter Gregor Gysi gewonnen werden. "Bofi würde sich freuen, wenn er wüsste, dass so viele Kinder an ,seinem’ Wettbewerb teilgenommen haben", sagte Gregor Gysi.

Im März hatte Schulleiter Thilo Rosenkranz zum Wettbewerb aufgerufen, rund ein Drittel der 580 Schüler hatten sich dann mit Bildern zum Thema "Familie" beteiligt. "Am Wasserfall", "Wir fahren gern Rad" oder "Meine Familie in Ägypten" heißen die Bilder, die im Foyer der Schule ausgestellt sind. "Gezeichnet und gemalt wurde im Unterricht und oft auch zu Hause", erzählt Rosenkranz.

Alle Schüler erhielten Teilnehmerurkunden, als Preise gab es Zeichenblocks, Malstifte, Pinsel und Farben. Weil noch etwas vom Preisgeld übrig geblieben war, konnte für den Bereich Kunsterziehung ebenfalls Material eingekauft werden. Die Preise wurden von Gregor Gysi, von Bofingers Witwe Gabriele und von der Tochter des Grafikers, Luise Bofinger, übergeben. Letztere hat selbst einmal die Bouché-Grundschule besucht und arbeitet heute als Grafikdesigner.

Manfred Bofinger lebte bis zu seinem Tod mitten im Kunger-Kiez an der Plesser Straße. Sein Grab befindet sich auf dem Evangelischen Friedhof in Alt-Stralau. Mehrere gebogene Esslöffel in seiner letzten Ruhestätte erinnern an sein fast schon legendäres Kinderbuch "Der krumme Löffel". Darin beschreibt er seine eigenen Kindheitserlebnisse.


Ralf Drescher / RD
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