Anne-Frank-Schule hat eigene Erste-Hilfe-Truppe

Mit der Trage können Erkrankte aus dem Klassenraum ins Sanitätszimmer gebracht werden. (Foto: Ralf Drescher)

Altglienicke. Einmal in der Woche treffen sich junge Damen der 7. bis 13. Klassen der Anne-Frank-Schule zur Arbeitsgemeinschaft Schulsanitäter im extra eingerichteten Sanitätsraum.

Frank Serowski, Sport- und Erdkundelehrer, ist ihr Ausbilder. "Vor zwölf Jahren haben wir die Sanitätsgruppe auf Initiative eines Schülers gegründet, der bereits im Jugend-Rotkreuz aktiv war", berichtet er.

Inzwischen gibt es zwölf Helfer, leider alles Mädchen. Wer mitmachen will, bekommt eine Ausbildung, die mit einer Prüfung beim Jugend-Rotkreuz abschließt. Dann werden die Helfer im Dienstplan eingeteilt. In jeder Pause ist der Sanitätsraum besetzt. "Im Unterricht kann die Sekretärin die diensthabenden Sanitäter über das Handy erreichen", erzählt Betreuungslehrer Serowski.

Die Rotkreuz-Helfer werden auch bei Sportfesten, beim Crosslauf von Vattenfall und bei Fußballturnieren eingesetzt. Dafür stehen komplett ausgerüstete Sanitätertaschen zur Verfügung, die auch bei Klassenfahrten oder Wandertagen mitgeführt werden.

Im Sanitätsraum steht neben Ausbildungsgeräten für die Atemspende sogar ein echter Defibrillator für die Herzwiederbelebung bereit. Eingewiesene Schüler oder Lehrer könnten damit im Notfall bei einem Herzstillstand noch vor Eintreffen des Notarztes mit der Wiederbelebung beginnen.

Bei Leistungswettbewerben der Berliner Schulsanitäter sind die Helfer von der Anne-Frank-Schule übrigens seit acht Jahren stets die Nummer Eins.

Dass die Berliner Woche überhaupt von der Gruppe erfuhr, liegt an Linda Reschke (16) aus der 10. Klasse. Sie ist in diesem Jahr vom Bezirk mit dem Mädchenpreis ausgezeichnet worden, unter anderem auch, weil sie als Schulsanitäter tätig ist und unter den Mitschülern fleißig dafür die Werbetrommel rührt. "Ich schwimme seit zehn Jahren beim Deutschen Roten Kreuz, bin Rettungsschwimmerin, da ist der Dienst bei den Schulsanitätern eigentlich selbstverständlich", sagt Linda Reschke bescheiden.


Ralf Drescher / RD
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