Bürgerverein plant Ausstellung über die Wendezeit

Joachim Schmidt vom Bürgerverein sucht Zeitzeugen und Dokumente zur Entwicklung in der Wendezeit. (Foto: Ralf Drescher)

Altglienicke. Viele Jahre lag der Ortsteil im Südosten Berlins im Schatten der Mauer. Die Nachbarn in Rudow waren nur ein paar Hundert Meter und doch eine Ewigkeit entfernt. Daran will der Bürgerverein Altglienicke mit einer Ausstellung erinnern.

"Gerade weil Altglienicke im Schatten der Mauer lag, hat sich hier in der Wendezeit viel getan. Bürger begehrten schon frühzeitig gegen die Allmacht der SED auf. Mutige demontierten bereits kurz nach dem Mauerfall Teile der Grenzanlagen und sicherten Schilder aus dem Grenzgebiet für die Nachwelt. In Altglienicke traten schnell neue Parteien wie Bündnis 90 und die Sozialdemokratische Partei der DDR auf die politische Bühne", erzählt Joachim Schmidt, der Vorsitzende des Bürgervereins Altglienicke.

Beleuchtet werden sollen die politischen Umbrüche der Wendezeit bis zur gesamtdeutschen Bundestagswahl im Dezember 1990. Dafür werden Dokumente und Fotos aus den Wahlkämpfen - die Ostberliner wurden 1990 dreimal zu den Urnen gerufen - Parteiplakate, Unterlagen vom Runden Tisch und Ähnliches gesucht. "Vielleicht gibt es ja auch Videoaufnahmen, die von diesen Ereignissen mit der ersten neu gekauften Videokamera gemacht wurden. Auch die würden wir in unserer Ausstellung gern zeigen", sagt Joachim Schmidt.

Die Ausstellung zur Wendezeit 1989/1990 soll am 7. November am Ehrenfelder Platz eröffnet werden.

Wer das Projekt mit Ausstellungsstücken, Dokumenten oder Informationen unterstützen möchte, wendet sich bitte an buergerverein@altglienicke24.de Am 31. August kann man auch persönlich im Altglienicke-Museum im Familien- und Begegnungszentrum, Köpenicker Straße 42/Ecke Besenbinderstraße, vorbeikommen. Geöffnet ist von 15 bis 18 Uhr.

Ralf Drescher / RD
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