Altglienicke hat jetzt ein eigenes Ausstellungszentrum

Ingo Drews mit einem Modell des DDR-Wohnungsbauprojekts. Statt Plattenbauten wuchs nach der Wende hier das Kölner Viertel. (Foto: Ralf Drescher)

Altglienicke. Viele Jahre gab es eine Postfiliale am Ehrenfelder Platz. Jetzt hat der Bürgerverein Altglienicke in den Räumen ein Ausstellungszentrum eröffnet.

Nach längerem Leerstand hat die Wohnungsgesellschaft Stadt und Land die Räume mietfrei zur Verfügung gestellt."Wir zeigen hier unsere Ausstellungen zum 1956 entdeckten Spionagetunnel an der Schönefelder Chaussee und zur Geschichte der Mauer, die bis 1989 Altglienicke von Rudow trennte", erzählt Ingo Drews vom Bürgerverein. Er hat mit einigen Vereinsmitgliedern die Betreuung der Ausstellungen übernommen.

Zu sehen sind auch eine Auswahl an Haushaltsgegenständen aus der DDR und mehrere Videos. Unter anderem über die Straßenbahnlinie 84, die einst bis in den alten Dorfkern fuhr, und den bereits genannten Spionagetunnel. Ein Blickfang im Ausstellungszentrum sind drei Architekturmodelle. Zwei von ihnen zeigen die DDR-Pläne für die seit 1987 errichtete Großplattensiedlung Altglienicke. Ein Teil dieser Planungen existiert nur auf dem Modell, die Ausführung fiel der Wende und dem Ende des DDR-Wohnungsbaus zum Opfer. Was dann tatsächlich gebaut wurde, zeigt das Modell der Wohnungsgesellschaft Stadt und Land. Zu sehen ist das seit Mitte der 90-er Jahre als moderne Wohnstadt errichtete Kölnische Viertel, in dem sich heute auch das Ausstellungszentrum befindet. Im Angebot sind einige Broschüren und Bücher, unter anderem zum 625. Jubiläum des Ortsteils und mit aktuellen Ansichten von Altglienicke. Ab Dezember soll noch einmal die Ausstellung "25 Jahre Kosmosviertel" gezeigt werden.

Geöffnet ist sonntags von 15 bis 18 Uhr und montags von 14 bis 19 Uhr bei freiem Eintritt. Wissenswertes auch unter www.altglienicke24.de.

Ralf Drescher / RD
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