Ibrahim Ö. erwürgte eine Seniorin in Altglienicke

In diesem Haus an der Ortolfstraße war Magda N. im März ermordet worden. (Foto: Ralf Drescher)

Altglienicke. Die Tat sorgte für Aufregung im Kiez um die Ortolfstraße. Im März war Seniorin Magda N. tot aufgefunden worden.

Verwandte hatten die 81-jährige pensionierte Lehrerin vermisst und waren zur Wohnung gefahren. Im Keller der Seniorenwohnanlage Ortolfstraße 180 fanden sie dann die tote Frau (Berliner Woche berichtete).Nach einer mit großer Unterstützung der Öffentlichkeit geführten Fahndung konnte schnell Ibrahim Ö. ermittelt werden, ein Arbeitsloser. Er hatte sich als Vertreter der Wohnungsgesellschaft ausgegeben und angeblich nach Mäusebefall im Keller suchen wollen. In der Wohnung erwürgte er dann die ahnungslose Rentnerin, stahl Bargeld und EC-Karte und hob rund 2000 Euro vom Konto seines Opfers ab.

Vor dem Landgericht gab es jetzt die recht milde Strafe für die hinterhältige Tat. Weil der Mörder spielsüchtig und hoch verschuldet war, erkannte das Gericht auf verminderte Schuldfähigkeit. Dafür gab es zehn Jahre und drei Monate Gefängnis. Der Staatsanwalt hatte eine lebenslange Haftstraße gefordert. Wenn keiner der Beteiligten in Revision geht, wird das Urteil rechtskräftig und Ibrahim Ö. ist bei guter Führung bereits in gut sieben Jahren wieder ein freier Mann.


Ralf Drescher / RD
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