Anwohner wollen die Verkehrsführung im Bohnsdorfer Kreisel beibehalten

Bisher fließt der Verkehr in einer Richtung durch den Bohnsdorfer Kreisel. (Foto: Ralf Drescher)
Berlin: Bohnsdorfer Kreisel |

Bohnsdorf. Der Bohnsdorfer Kreisel soll umgebaut werden. Nun haben Bürger und ortsansässige Händler dagegen Unterschriften gesammelt.

Rund 3500 Unterschriften von Bürgern des Bezirks waren seit Dezember 2015 gesammelt und Ende April eingereicht worden. Damit wollen Anlieger verhindern, das die derzeitige Verkehrssituation verändert wird. Die Bruno-Taut-Straße, Am Falkenberg und Richterstraße bilden einen Kreis, der seit Jahrzehnten nur entgegen dem Uhrzeigersinn befahren werden kann. Der Bezirk will das ändern und hofft dabei auf übersichtlichere Verkehrsverhältnisse und mehr Sicherheit. Denn im Kreisel kommt es schnell zu Auffahrunfällen, wenn Autos zu den Stellplätzen vor zwei Supermärkten abbiegen. Rund 4,8 Millionen Euro soll der Umbau kosten und rund drei Jahre dauern.

„Schon die lange Bauzeit gefährdet die 30 Mieter in unserer Passage. Außerdem wird die Zufahrt zum Parkdeck für unsere Kunden nach dem Umbau komplizierter, sie müssen künftig zum Parken den Gegenverkehr kreuzen“, ärgert sich Eveline Eckelmann, die Managerin des Einkaufszentrums. Sie hat mit örtlichen Politikern, darunter Abgeordnetenhausmitglied Robert Schaddach (SPD), den Einwohnerantrag auf den Weg gebracht.

Derzeit werden die eingereichten Unterschriften vom Bezirksamt geprüft. Mindestens 1000 von ihnen müssen gültig sein – unterschreiben durften nur Einwohner des Bezirks ab 16 Jahre – dann muss sich die Bezirksverordnetenversammlung noch einmal mit den Umbauplänen befassen. Inzwischen signalisiert zumindest ein Teil der Bezirksverordneten ein Einlenken. Die SPD hat einen BVV-Antrag eingebracht, mit der eine Umbauvariante mit Beibehaltung des Einrichtungsverkehrs geprüft werden soll.

Für den Bezirk gäbe es auch bei einem abgespeckten Umbau genug zu tun. Wie bei einer Onlinebefragung 2015 festgestellt wurde, wünschen zwar fast 80 Prozent der Befragten eine Beibehaltung der Verkehrsführung. Das Anlegen von Radspuren, günstiger gelegene Bushaltestellen und Ampelanlagen würden aber ihrer Meinung nach Sinn machen. Am 18. Mai ab 19 Uhr gibt es in der Taut-Passage eine Bürgerinfo.RD
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