Ein Täter muss zwölf Jahre ins Gefängnis

Noch Tage nach dem Mord war der Eingang des Geschäfts mit Blumen und Kerzen geschmückt. (Foto: Ralf Drescher)

Baumschulenweg. Am 29. April 2013 wurde Juwelier Suljo D. in seinem Laden in der Kiefholzstraße ermordet. Ein bekannter hatte den Getöteten durch die geschlossene Tür entdeckt und die Polizei gerufen.

Jetzt wurde einer der Täter verurteilt. Branislav A. (29) ein Automechaniker aus Serbien, hatte sich im Frühjahr selbst bei der Polizei gestellt. Gemeinsam mit vier Landsleuten hatte er den Juwelier überfallen. Ein Komplize hatte auf Suljo D. gefeuert und ihn mit drei Schüssen getötet. Die Männer flohen nach Serbien, dort wurde die Beute verkauft und der Erlös von rund 40 000 Euro aufgeteilt. Weil Branislav A. Gewissensbisse bekam und die Rache seiner Kumpane fürchtete, kehrte er im Frühjahr nach Deutschland zurück. Dafür wurde er vom Gericht als Kronzeuge eingestuft. Er wurde zwar wegen gemeinschaftlichen Mordes verurteilt, kam aber mit zwölf Jahren Haft verhältnismäßig glimpflich davon.

Das Juweliergeschäft von Suljo D. an der Kiefholzstraße, das noch Tage nach der Tat mit Blumen und Kerzen geschmückt war, gibt es übrigens immer noch. Es wird inzwischen von der Tochter des Ermordeten geführt.


Ralf Drescher / RD
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