Illegale „Sprengmeister“ festgenommen: Staatsschutz des LKA ermittelte zwei Täter

Hier auf der Kiefholzbrücke detonierte einer der illegalen Sprengsätze. (Foto: Ralf Drescher)
Berlin: Kiefholzbrücke |

Baumschulenweg. Zwei Sprengstoffattentate vom September 2015 konnten jetzt aufgeklärt werden. Kurz vor Weihnachten wurden zwei 35 und 43 Jahre alte Männer aus Baumschulenweg verhaftet.

Ihnen wird vorgeworfen, für die Explosion von mindestens zwei illegalen Sprengkörpern verantwortlich zu sein. Am 22. September hatte es in einem Garagenkomplex am Heidekampweg eine Explosion gegeben. Später fand man dort Überreste eines Sprengsatzes. Einen Tag später gab es auf der Kiefholzbrücke eine Explosion. Die Besatzung eines Rettungswagens der Feuerwehr hatte gegen 2 Uhr eine qualmende Tüte beobachtet. Dass Team hielt an und einer der Rettungssanitäter versuchte die brennende Tüte auszutreten. Dabei explodierte der darin untergebrachte Sprengsatz, der Feuerwehrmann wurde durch Splitter schwer verletzt, der Kollege erlitt ein Knalltrauma.

Durch intensive Ermittlungen des Staatsschutzes konnten die beiden Männer, die in der Nähe der Tatorte wohnen, ausfindig gemacht werden. Sie wurden festgenommen, ein Ermittlungsrichter erließ Haftbefehl, die gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt wurden. Nun können sich die beiden selbst ernannten „Sprengmeister“ demnächst wegen Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion, gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung sowie Verstoßes gegen das Sprengstoff- und Waffengesetz verantworten. Dafür sieht der Paragraf 308 des Strafgesetzbuches mindestens zwei Jahre Gefängnis vor. RD
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