Das Riesenrad bleibt stehen: Am 1. Januar übernimmt Grün Berlin den Spreepark

Das Riesenrad soll zumindest als Landmarke erhalten werden. (Foto: Ralf Drescher)
Berlin: Spreepark |

Plänterwald. Die Ungewissheit um die Zukunft des Spreeparks ist nun beendet. Am 1. Januar übernimmt die Grün Berlin GmbH das 40 Hektar große Areal.

Grün Berlin muss dann erst einmal die Verkehrssicherheit auf dem weitläufigen und ungepflegten Areal herstellen. Marode Gebäude und Reste von Fahrgeschäften müssen abgetragen und Altlasten entsorgt werden. „Das Riesenrad als markantes Symbol wird aber nicht abgerissen. Wir lassen es überprüfen, um festzustellen, ob es überholt oder wenigstens als Marke des Geländes erhalten werden kann“, teilt Bettina Riese von der Grün Berlin GmbH auf Nachfrage mit.

Wie der Park genutzt werden soll, steht noch nicht fest. Einen Rummel wird es jedoch nicht mehr geben. Vorgesehen sind die Einbindung von Kunst- und Kreativszene, außerdem die Verbindung mit Wassertourismus und Ausflugsschifffahrt. „Sobald wir das Gelände übernommen haben, sorgen wir für die Sicherung der Anlage und entwickeln ein Betreiber- und Nutzungskonzept“, sagt Bettina Riese. Für die Sanierung der Flächen stehen rund drei Millionen Euro aus dem Sondervermögen Infrastruktur der wachsenden Stadt (Siwa) zur Verfügung. Für die weitere Entwicklung des Spreeparks sollen Gelder aus der Tourismusförderung des Bundes akquiriert werden.

Für das benachbarte „Eierhäuschen“ ist ab Januar 2016 ebenfalls die Grün Berlin GmbH zuständig. Nach Abschluss der ebenfalls mit sieben Millionen Euro Siwa-Fördermitteln erfolgten Sanierung soll das landeseigene Unternehmen die Ausflugsgaststätte betreiben.

Grün Berlin hat mit derartigen Aufgaben bereits Erfahrung. Neben dem Britzer Garten und den Gärten der Welt in Marzahn betreibt es unter anderem den Park am Gleisdreieck und den Naturpark Schöneberger Südgelände. Rund drei Millionen Besucher haben die Einrichtungen von Grün Berlin jedes Jahr.

Der Vergnügungspark war 1969 eröffnet worden. 1991 übernahm ihn der Schausteller Norbert Witte, der nach sinkenden Besucherzahlen 2001 aber aufgab. Seitdem wurde das Gelände nur noch für Filmaufnahmen, einzelne Konzerte und das Stück „Spuk unterm Riesenrad“ genutzt. RD
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