Harry T. Böckmann zeigt Grafiken und Malereien

Das Bild entstand bei einer Probe unter Leitung von Balletdirektor Wladimir Malakow. (Foto: Ralf Drescher)

Baumschulenweg. Der Maler und Grafiker Harry T. Böckmann wurde in diesem Jahr 70 Jahre alt. Als Geschenk an sich und seine Fans zeigt er in der Kulturbundgalerie Treptow seine Ausstellung "Unterwegs II".

Böckmann ist ein echtes Kind des 20. Jahrhunderts. Geboren wurde er auf einem Fährschiff zwischen Göteborg und Rostock. Sein Großvater Carl Bekmann war ein schwedischer Maler. Die ersten Jahre verbrachte Harry Beckmann in Schweden, besuchte dort die Grundschule. Nach dem Tod des Großvaters musste er zu seiner Familie in die DDR. "Dort habe ich Triebwerksmechaniker gelernt und später bei der Interflug gearbeitet", erinnert sich Beckmann an jene nicht künstlerisch geprägten Jahre. Fast nebenbei studierte er Kunstgeschichte und Bühnenbild, arbeitete in den 80er-Jahren als freier Bühnenbildner für Theater in Anklam und Greifswald. "Meine offizielle Zulassung als freier Künstler habe ich erst 1988 erhalten", so Harry Beckmann. Nach der Wende arbeitete Beckmann oft im eigenen Auftrag, kann aber auch Aufträge für Fernsehsender an Land ziehen. Als Deutschland 2007 die Ratspräsidentschaft in Brüssel übernahm, fertigte er für die dortigen Diensträume der Bundeskanzlerin ein Wandbild an. "Das soll heute im Bundeskanzleramt hängen", sagt Beckmann.Für die Ausstellung zu seinem 70. Geburtstag wählte der Künstler einen Querschnitt aus den vergangenen 15 Jahren, überwiegend Aquarelle, Pastelle, aber auch zwei Acrylbilder. Darunter sind, wie er es nennt, künstlerische Reisenotizen aus Portugal, Griechenland, dem Oderbruch und dem Spreewald. Eine besondere Rolle nehmen die Tanzbilder ein. "Ich konnte Ballettdirektor Wladimir Malakow 2009 bei Proben an der Staatsoper beobachten", so Harry Böckmann.

Die Ausstellung ist noch bis zum 28. September in der Kulturbundgalerie Treptow in der Ernststraße 14-16 zu sehen. Geöffnet ist montags bis freitags von 10 bis 16.30 Uhr, dienstags bis 18 Uhr. Weitere Informationen unter www.sinusart-berlin.com

Ralf Drescher / RD
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