Ausgezeichnet: Thomas Gebhardt ist Boxtrainer bei Stahl Schöneweide

Thomas Gebhardt ist Trainer und Sportwart von Stahl Schöneweide. (Foto: Ralf Drescher)

Baumschulenweg. Mindestens an zwei Abenden pro Woche wird der Boxstall von Stahl Schöneweide an der Neuen Krugallee zur zweiten Heimat von Thomas Gebhardt. Der 31-Jährige ist seit 20 Jahren Vereinsmitglied.

Viele Jahre war er aktiver Sportler, boxte sich bis in die Ober- und die Bundesliga. Schon während seines Studiums erwarb er die Trainerlizenz. Vor fünf Jahren hat Gebhardt die Boxhandschuhe symbolisch an den Nagel gehängt und das Sportlerdasein gegen da Trainerleben eingetauscht. Jetzt ist er für rund 40 Boxer im Alter von zehn bis 40 Jahren verantwortlich. "Darunter sind mehrere Leistungskader unseres Vereins", sagt er.

Derzeit macht der Verein einen Generationswechsel durch. Einstige Aushängeschilder wie Tyron Zeuge boxen inzwischen im Profibereich. "Wir haben beim Nachwuchs nicht nur die sportlichen Aspekte im Blick, das Training ist nicht alles. Unsere Boxer müssen auch in der Schule bestehen können und einen ordentlichen Abschluss machen", sagt Thomas Gebhardt. Der ist nicht nur Trainer, sondern inzwischen auch Sportwart seines Vereins. Damit ist er für rund 150 Mitglieder, darunter ein Drittel Kinder und Jugendliche, verantwortlich. Auf Antrag von Stahl Schöneweide wurde er vom Bezirk Ende 2014 als "Sportler des Jahres" ausgezeichnet.

Um diese Zeit mussten Vorstand und Sportler von Stahl Schöneweide kurz um ihre Trainingsstätte bangen. Das für die Unterbringung von Flüchtlingen zuständige Landesamt für Gesundheit und Soziales wollte die Halle beschlagnahmen. Da hat der Sportwart schnell ein Sondertraining angesetzt, damit die Lageso-Vertreter eine volle Halle zu sehen bekamen. Die hatten aber ohnehin ein Einsehen, weil die sanitären Einrichtungen für eine Flüchtlingsunterkunft nicht ausgereicht hätten. "Ohne die Halle hätte unser Trainingsbetrieb drei Monate nicht stattfinden können", ist Thomas Gebhardt sicher.

Voriges Jahr gab es sogar mal einen Aufnahmestopp im Verein, weil die Kapazität der Halle erschöpft war. Inzwischen sind Neulinge wieder gern gesehen, auch Erwachsene, die nach längerer Pause wieder Boxen möchten. "Unser Schwerpunkt sind aber Kinder und Jugendliche, denn die sind die Zukunft unseres Vereins", sagt Thomas Gebhardt.

Mitmachen kann man schon mit neun Jahren, zum Wettkampf zugelassen werden die kleinen Boxer aber erst nach dem zehnten Geburtstag. Der Boxstall befindet sich in der Neuen Krugallee 219, Ecke Rodelbergweg, gleich neben der Schwimmhalle.

Wissenswertes zum Verein: www.stahl-schoeneweide.de

Ralf Drescher / RD
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