Wohnungsbauprojekt auf ehemaligem Gut beginnt erst im Herbst

Biesdorf. Die Neubebauung des alten Gutes Biesdorf verzögert sich um ein halbes Jahr. Die Stadt und Land will jetzt im Herbst mit dem Wohnungsbauprojekt beginnen.



Zuletzt hatte Ingo Malter, Geschäftsführer der Stadt und Land Wohnbauten-Gesellschaft mbH, im Sommer angekündigt, das Vorhaben Ende 2016 oder Anfang 2017 umzusetzen. Auf Grund der Komplexität des Bauvorhabens, ließt sich dieser Termin laut Frank Hadamczik, Pressesprecher des Unternehmens, nicht halten. „Die Ausschreibung nahm einen längeren Zeitraum in Anspruch als ursprünglich geplant“, erklärt er. Inzwischen sei aber ein Hauptauftragnehmer mit dem Projekt beauftragt.

Die Baufläche erstreckt sich über das ehemalige Gut Biesdorf vom Stawesdamm fast bis zur Köpenicker Straße. Das südlich der B1/B5 gelegene Grundstück wird im Süden von der Weißenhöher Straße begrenzt. Hier sollen insgesamt rund 516 neue Wohnungen entstehen.

Von den alten Gutsbauten ist nur wenig erhalten, unter anderem aber immerhin der alte Kuhstall, der unter Denkmalschutz steht. Hier befand sich bis Herbst 2015 ein Gewerbestandort mit einer Vielzahl von barackenähnlichen Gebäuden. Die künftige Nutzung des früheren Kuhstalls bereitet der Stadt und Land bis heute Kopfzerbrechen. „Derzeitig werden unterschiedliche Nutzungskonzepte untersucht. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen“, erklärt Pressesprecher Hadamzcik.

Das Schaffen von Mieterparkplätzen war ein weiterer schwieriger Punkt in den Verhandlungen zwischen dem Bezirksamt und dem Wohnungsbauunternehmen. Die Parkplatzsituation ist im Umfeld schon angespannt. Nach der im Sommer in Kraft getretenen neuen Berliner Bauordnung sind Investoren nicht mehr generell verpflichtet, für ihre Mieter Parkplätze zu bauen. Die Einigung mit dem Bezirksamt sieht aber vor, dass pro Wohnung ein halber Parkplatz bereitgestellt wird. Hierfür wird auf dem Gutsgelände ein Parkhaus gebaut.

Der neue Wohnraum verteilt sich auf insgesamt 15 Gebäude mit drei oder fünf Geschossen. Mitte 2019 rechnet die Stadt und Land mit der Fertigstellung der ersten Wohnungen. hari
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