Bezirksamt beginnt mit Direktverkauf von Grundstücken in Biesenhorst

Immobilienstadtrat Stephan Richter (SPD) organisiert den Direktverkauf der Grundstücke in Biesenhorst an Pächter. Foto: Bezirksamt (Foto: Bezirksamt)

Biesdorf. Das Bezirksamt bereitet den Verkauf von Grundstücken in Biesenhorst an Pächter vor. Diese sind ungeduldig, weil sich der Beginn der Verkaufsgespräche verzögert.

Die Siedlung westlich der Köpenicker Straße ist mit Lauben und Einfamilienhäusern bebaut. Zum Verkauf stehen rund 250 Grundstücke. Diese wurden ursprünglich als Kleingärten vom Land Berlin verpachtet. Ein Teil der darauf stehenden Häuser sind so ausgebaut, dass die Grundstücke nicht mehr als Kleingärten angesehen werden können. Der Liegenschaftsfonds des Landes Berlin hatte bis 2014 die Aufgabe, die Grundstücke zu verkaufen. Viele Pächter glaubten anfangs, sich über den Preis mit dem Liegenschaftsfonds schnell einigen zu können. Dieser ging jedoch zu sogenannten offenen Bieterverfahren über, um möglichst hohe Preise zu erzielen. Die Pächter gerieten unter Druck und baten die Politik um Hilfe. Die Bezirksverordnetenversammlung beauftragte das Bezirksamt, die Interessen der Pächter im Auge zu behalten. Immobilienstadtrat Stephan Richter (SPD) konnte schließlich erreichen, dass der Vermögensausschuss des Landes Berlin der Rückübertragung an den Bezirk und einem Direktverkauf vom Grundsatz her zustimmte. Weiter passierte bis Anfang September nichts. Die Pächter wurden unruhig. „Tatsächlich rufen täglich etwa ein bis zwei Pächter bei uns an und möchten ihr Grundstück erwerben“, erklärt Richter.

Die Verzögerung habe aber nicht das Bezirksamt zu verantworten, sagt Richter. Die Senatsverwaltung für Finanzen habe erst Anfang September dem Vermögensausschuss des Landes Berlin eine Liste mit den noch nicht verkauften Grundstücken vorgelegt. Der Ausschuss mit Vertretern von Senatsverwaltungen und Berliner Bezirken habe inzwischen die Rückübertragung der Grundstücke in Biesenhorst an den Bezirk abgesegnet.

Das Bezirksamt will nun die Grundstücke direkt an die Pächter zum Verkehrswert verkaufen. Rund die Hälfte der bisherigen Pächter werde wohl kaufen wollen, erklärt der Stadtrat. Die ersten Verkaufsgespräche könnten im November beginnen. Einen Teil des erwarteten Verkaufserlöses in Höhe von rund 750 000 Euro hat der Bezirk bereits als Einnahme in den Haushalt 2016 aufgenommen. hari
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