Bezirksamt will zunächst keine weiteren Flüchtlingsstandorte

Biesdorf. Die geplante Flüchtlingsunterkunft am Buckower Ring wird nicht gebaut. Das Bezirksamt will dem Senat auch vorerst keine weiteren Standorte für Flüchtlingsunterkünfte anbieten.

Mit dieser Entscheidung sendet das Bezirksamt Signale in zwei Richtungen. Einerseits dient sie der Beruhigung der Situation am Buckower Ring. Das Bezirksamt hatte im März das Grundstück mit der Nummer 54-56 als einen von mehreren Standorten im Bezirk für den Bau einer sogenannten Mobilen Unterkunft für Flüchtlinge benannt. Eine Bürgerinitiative von Anwohnern protestierte dagegen und verhinderte, dass eine vom Senat beauftragte Firma Bäume auf der Brachfläche fällte.

Zwischenzeitlich brachte das Bezirksamt die Idee ein, auf dem Grundstück nicht eine Flüchtlingsunterkunft (MUF) zu bauen, sondern ganz normale Mehrfamilienhäuser. Darin sollten sowohl Flüchtlinge als auch wohnungssuchende Berliner eine Wohnung bekommen.

Im August bat das Bezirksamt den Senat, den Standort am Buckower Ring aus den Planungen herauszunehmen. Dem stimmte der Senat nur unter der Bedingung zu, dass vom Bezirk ein Ersatzstandort benannt wird. Das lehnte das Bezirksamt in einem Beschluss vom 13. September mit der Begründung ab, die Flüchtlingssituation habe sich entspannt. Außerdem sollten erst einmal andere Bezirke den Wünschen nach solchen Standorten nachkommen. „Bislang hat nur Marzahn-Hellersdorf die Erwartung des Berliner Senats erfüllt“, schreibt Bürgermeister Stefan Komoß (SPD) in einer Presseerklärung des Bezirksamtes. hari
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