Auffahrten für geplante Tangentialverbindung umstritten

Biesdorf. Die vierpurige Schnellstraße von der Märkischen Allee nach Köpenick soll nach dem Willen des Senats in Biesdorf zwei Zubringer bekommen. Ob sie nötig sind, soll eine Verkehrszählung klären.

In der Köpenicker Straße und angrenzenden Straßen des Siedlungsgebietes in Biesdorf werden noch im September oder spätestens im Oktober diese Verkehrszählungen durchgeführt. Mit der Zählung will das Bezirksamt prüfen, wie die Verkehrsströme gegenwärtig laufen. Das soll Anhaltspunkte geben, wie viele Fahrzeuge beim Bau einer Tangentialverbindung-Ost (TVO) aus den Siedlungsgebieten kommen würden. Die TVO soll einmal die Straße An der Wuhlheide mit der Märkischen Allee verbinden. Das steht im Koalitionsvertrag und auch die drei davon berührten Bezirke Treptow-Köpenick, Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf haben sich für den Bau ausgesprochen. Dissenz gibt es noch zwischen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Marzahn-Hellersdorf. Die Senatsverwaltung will die TVO östlich der Regionalbahntrasse bauen, der Bezirk westlich. Die drei Bezirke haben als Variante vorgeschlagen, die Trasse zu einem Teil östlich und zu einem Teil westlich der Trasse zu bauen.

Die von der Senatsverwaltung bevorzugte Ost-Variante würde in Biesdorf sehr dicht an Häusern vorbei führen, einige müssten voraussichtlich sogar abgerissen werden. Darauf machte Bürgermeister Stefan Komoß (SPD) bei einem Ortstermin mit den Bürgermeistern der beiden anderen Bezirke und dem Vorsitzenden der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus, Raed Saleh, Anfang September aufmerksam.

Ein weitere Streitpunkt mit dem Senat sind die beiden TVO-Zubringer, die über den Balzerweg und die Alfelder Straße durch das Siedlungsgebiet geführt werden sollen. "Wir wollen diese Auffahrten nicht", sagt Komoß.


Harald Ritter / hari
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