Bezirksamt findet keinen Kiosk-Betreiber am Baggersee

Biesdorf. Das Bezirksamt ist mit dem Versuch gescheitert, einen Kioskbetreiber für den Biesdorfer Baggersee zu finden.

Im Februar hatte das Grünflächenamt den Kioskbetrieb ausgeschrieben. Von den wenigen Interessenten, die sich meldeten, blieb zum Schluss einer übrig. Hierbei handelte es sich um den Betreiber von anderen, größeren Geschäften an Berliner Badestränden. Aber auch dieser zog nach mehreren Gesprächen mit dem Bezirksamt sein Angebot zurück.

"Der Kiosk erschien dem Interessenten letztendlich doch nicht attraktiv genug", sagt Christian Gräff (CDU), Stadtrat für Stadtentwicklung. Der Stadtrat hatte die Idee mit dem Kiosk vorangetrieben, um eine vernünftige Versorgung der Badenden am Baggersee zu ermöglichen. Gleichzeitig wollte er mit der Verpachtung für mehr Sauberkeit und Ordnung am See sorgen. Der Kiosk-Betrieber hätte sich verpflichten müssen, das Umfeld des Baggersees jeden Tag zu Geschäftsschluss vom Müll zu säubern. Es handelt sich hierbei immerhin um eine Fläche von 7000 Quadratmetern.

Mit dieser Auflage konnte das Bezirksamt die anderen Bedingungen nicht hinreichend schmackhaft machen. Es bot einen befestigten Stellplatz in der Beruner Straße/Ecke Debenzer Straße an. Der Betreiber hätte sich entscheiden können, ob er als Imbiss ein Fahrzeug oder einen mobilen Stand nutzt. Er hätte auch noch andere Einnahmequellen einbeziehen können, etwa den Verleih von Liegestühlen und Sonnenschirmen.

Die Bezirksverordnetenversammlung hat indes das Bezirksamt beauftragt, am Baggersee für mehr Farbe und Sicherheit zu sorgen. Es soll prüfen, ob im Haushalt noch genügend Geld ist, um wenigstens die defekten Tische zu reparieren und Bänke, Liegen oder Stühle mit einem neuen Farbanstrich zu versehen.


Harald Ritter / hari
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