Bezirksamt rechnet 2013 mit Aufbau des Obergeschosses

Voraussichtlich um sechs Monate verschiebt sich der Umbau von Schloss Biesdorf. (Foto: Staacke)

Biesdorf. Der vom Bezirksamt vorgesehene Termin für den Beginn der Aufbauarbeiten des Obergeschosses von Schloss Biesdorf kann nicht gehalten werden.

Voraussichtlich erst im Juli kommenden Jahres werden die ersten Bau vorbereitenden Arbeiten beginnen können. Dieser Termin war in der Planung für Anfang 2013 vorgesehen. Durch die Verschiebung rechnet das Bezirksamt jetzt erst mit der Eröffnung der Galerie im Schloss im Jahr 2016. Das Bezirksamt hat im Juni dieses Jahres die sogenannte Bedarfsplanung für die Rekonstruktion des Schlosses bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung eingereicht. Sie sollte prüfen, ob das Projekt den Förderbedingungen entspricht und auf deren Grundlage umsetzbar ist. Im Ergebnis tat sich eine Finanzierungslücke von rund 900 000 Euro auf. Das Bezirksamt hatte bei den Gesamtkosten von rund 8,5 Millionen Euro die Mehrwertsteuer nicht angegeben. Die Verwaltung hatte mit einer Freistellung von der Zahlung der Steuer durch das Finanzamt gerechnet, diese aber nicht erhalten. Das Bezirksamt hat jetzt aus seinen Investitionsmitteln die fehlende Summe zusammengekratzt. Der zu tragende Eigenanteil an den Baukosten erhöhte sich von rund einer halben Million Euro auf knapp 1,5 Millionen Euro.

Zudem waren viele Details der Bauplanung zu klären oder nachzureichen. Das reichte von der Bereitstellung von Parkplätzen für Behinderte bis zu Fahrstühlen und einer Behindertentoilette am Eingang des Gebäudes. Das Bezirksamt war davon ausgegangen, dies alles erst in den Bauunterlagen darstellen zu müssen. Außerdem waren noch inhaltliche Fragen mit dem Archiv Beeskow zu klären. Das Archiv ist Leihgeber der künftig in der Schlossgalerie ausgestellten DDR-Bildwerke.

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hat Mitte Oktober grünes Licht für die Planungen gegeben. Die nächste Hürde ist die Sitzung der Berliner Lotto-Stiftung. Sie muss Anfang November die Vergabe der Fördermittel für den Wiederaufbau noch einmal bestätigen. Die Lotto-Stiftung soll die Hälfte der Fördermittel von sieben Millionen Euro geben. Die andere Hälfte fließt aus dem Europäischen Kulturfonds.


Harald Ritter / hari
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