Bürgerinitiative will sich ans Abgeordnetenhaus wenden

Biesdorf. Die Biesdorfer Bürgerinitiative zur Tangentialverbindung Ost (TVO) ist vom Bezirksamt enttäuscht und will sich nun an das Abgeordnetenhaus wenden.

"Über den Verkehrsausschuss und den Umweltausschuss des Abgeordnetenhauses wollen wir deutlich machen, dass die Kompromissvariante besser ist", sagt Andreas Jehmann, Sprecher der Initiative "Wir sind Biesdorf-Süd". Er meint damit den Verlauf der künftigen vierspurigen Straße teils westlich und teils östlich der Bahnlinie in Biesdorf-Süd. Auf diese Variante hatten sich die Bürgermeister der drei anliegenden Bezirke Treptow-Köpenick, Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf vor 18 Monaten geeinigt. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung plant dagegen aus Kostengründen einen Straßenverlauf östlich der Regionalbahntrasse. Um das Geld für den Bau der TVO noch in der laufenden Legislaturperiode zu sichern, akzeptierten die Bezirke im Februar diesen Verlauf.

Neben dem Trassenverlauf gibt es vor allem Streit um die Straßenanbindungen im Siedlungsgebiet. Die Senatsverwaltung will mindestens zwei, in der Alfelder Straße und im Balzerweg. Jehmann fordert vom Bezirksamt, dass es gegenüber dem Senat weiter auf der Kompromissvariante besteht und politisch dafür kämpft.

Das Bezirksamt hat sich indes mit der Ost-Variante abgefunden. "Wir wollen jetzt zusammen mit den Bürgern die Auffahrten verhindern und für einen ausreichenden Schallschutz sorgen", sagt Stadtentwicklungsstadtrat Christian Gräff (CDU).


Harald Ritter / hari
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