Ehepaar unterstützt Kinder aus dem "Igelgarten"

Hannelore und Peter Drebelhof haben ein Experiment entwickelt, mit dem sie die Leitfähigkeit des menschlichen Körpers für Elektrizität demonstrieren. (Foto: hari)

Biesdorf. Gute Nachbarn können sehr hilfreich sein. Das erfährt der Kindergarten "Igelgarten" fast täglich durch das Ehepaar Drebelhof. Die Nachbarn fertigten intelligentes Spielzeug für den Garten der Kita.

"Wir freuen uns sehr darüber und die Kinder werden damit viel Spaß haben", sagt Angelika Barrach. Die Leiterin des Kindergartens "Igelgarten" in der Oberfeldtstraße ist des Lobes voll über ihre unmittelbaren Nachbarn. Das neueste Geschenk des Paares an die Kita sind drei Spielgeräte, eine "Hör- und Flüstertüte", eine optische Drehscheibe und zwei "Feldtelefone". Mit den Spielgeräten können die Kinder im Freien naturwissenschaftliche Zusammenhänge der Akustik, der optischen Wahrnehmung und der Kommunikation per Draht erfahren und verstehen lernen. Mit den Telefonen können die Kinder bereits spielen, die beiden anderen Spielgeräte erleben die Kinder erstmals im Rahmen einer kleinen feierlichen Übergabe am Donnerstag, 29. August. Peter und Hannelore Drebelhof unterstützen die Kita seit Jahren auf vielfältige Weise. Mal renovieren sie eine Treppe, ein anderes Mal haben sie ein "Insektenhotel" gebaut. Sie sind auf ihre Weise "Kita-Paten" im Ehrenamt.

Das gute nachbarschaftliche Verhältnis zwischen dem Ehepaar und der Kita reicht weit zurück. Schon die Urgroßeltern von Hannelore Drebelhof besaßen das der Kita benachbarte Grundstück und ihr Großvater war in den 70er-Jahren sogar Hausmeister in der Einrichtung. Nachdem 2006 das Paar bei der Beseitigung eines Graffito auf dem Gelände der Kita half, intensivierten sich die Kontakte.

Eine wichtige Rolle beim Engagement spielt das Interesse von Peter Drebelhof (60) an Naturwissenschaft und Technik. Beispielsweise baute er als Neunjähriger bereits ein eigenes Radio. Später lernte er Fernmeldetechniker. Aus seiner Sicht wird nicht genug für die naturwissenschaftliche Bildung von Kindern getan. Man sollte möglichst früh damit anfangen, findet er.

"Ich habe mich schon als Kind selbst viel mit Technik beschäftigt und möchte mein Wissen und meine Begeisterung für naturwissenschaftliche und technische Zusammenhänge an die Kita-Kinder weitergeben." Des Öfteren lädt er seine kleinen Nachbarn in seine Werkstatt ein und führt mit ihnen kleine, unkomplizierte Experimente durch. Seine Frau Hannelore, eine Bauzeichnerin, assistiert ihm dabei.

Die neuen Spielgeräte hat der Biesdorfer auf Wunsch der Kita-Leitung gebaut. Dazu erhielt er Fördermittel des Bezirksamtes Marzahn-Hellersdorf und Unterstützung der Grafischen Werkstatt Elke Seibt und des Elektromaschinen-Services Klar.


Harald Ritter / hari
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