Die Wasserbetriebe schließen nicht alle Grundstücke an

In Blankenburg wird derzeit viel gebuddelt. Die Straßenzüge werden ans Abwassernetz angeschlossen. (Foto: BW)

Blankenburg. Im Ortsteil werden seit gut fünf Jahren sukzessive fast alle Grundstücke mit Wohnhaus an das Berliner Abwassernetz angeschlossen.

Die Berliner Wasserbetriebe buddeln dafür sowohl auf Hauptstraßen, wie der Straße Alt-Blankenburg, als auch auf fast allen Nebenstraßen im Ortsteil. Für die Eigentümer der etwa 2000 Grundstücke entlang der Straßen soll die Abwasserversorgung via Grube bis Ende 2015 der Geschichte angehören.

So sehr sich die Anlieger der meisten Straßen in Blankenburg darüber freuen: Für einen kleinen Bereich des Ortsteils ist noch keine Entspannung beim Thema Abwasser in Sicht. Wie Leser der Redaktion der Berliner Woche mitteilen, ist für die Grundstücke der Straßen mit den Nummern 28, 31 und 33 noch kein Anschluss an das Abwassernetz durch die Berliner Wasserbetriebe vorgesehen. All diese Grundstücke befinden sich im Nordosten Blankenburgs.

Auf Anfrage bestätigt das der Pressesprecher der Wasserbetrieb, Stephan Natz. Er erklärt, dass die betreffenden Grundstücke zwar rein verwaltungsrechtlich zwar zum Ortsteil Blankenburg gehören, sie sind aber durch die Eisenbahntrasse von Blankenburg abgetrennt und nur über Karow Süd erreichbar. Deshalb zählen sie für die Wasserbetriebe auch zum Einzugsgebiet Karow Süd.

"Karow Süd ist für die Berliner Wasserbetriebe, so bedauerlich das auch für die dort wohnenden ist, im Moment nicht wirtschaftlich erschließbar", so der Pressesprecher. Vor Investitionen werden von den Wasserbetrieben die Kosten je Einwohner ermittelt. Rein statistisch wohnen in Karow Süd noch zu wenig Einwohner, erklärt Natz. Man sehe sich aber die Einwohnerentwicklung in diesem Gebiet immer wieder neu an. Sollten sich die Einwohnerzahlen deutlich entwickeln, dann sinken auch die Investitionen pro Kopf und damit die Auswirkungen auf den Abwassertarif, so der Pressesprecher der Wasserbetriebe weiter.

Die Anlieger sind mit diesem Herangehen der Berliner Wasserbetriebe nicht einverstanden. Sie möchten, dass der Abwasseranschluss ihres Gebiets nicht auf die lange Bank geschoben wird. Deshalb wollen sie sich mit geeigneten Mitteln für einen rascheren Anschluss an das Berliner Abwassernetz stark machen.


Bernd Wähner / BW
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