Es begann mit einem Bauwagen voller Spielzeug

Jakob und Emil Scheytt (mit Marlies Gendreizig) machen im Klubrat des "Kunterbunt" mit. Unter anderem betreuen sie die Rätselecke. | Foto: BW
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Blankenburg. Er kann auf nunmehr 20 Jahre zurückblicken: "Kunterbunt", einer der wenigen Schülerklubs im Bezirk. Im Souterrain der Grundschule unter den Bäumen in Alt-Blankenburg 26 sind Schüler der Klassenstufen 5 und 6 willkommen.

Diese Schüler sind zwischen neun und zwölf Jahre alt. Bis Klasse vier konnten sie noch den Schulhort besuchen. In den oberen Grundschulklassen müssten sie die Schule nach dem Unterricht eigentlich verlassen. Viele Kinder sind Schlüssel-Kinder. Viele wollen aber lieber gemeinsam mit Klassenkameraden ihre Hausaufgaben erledigen und danach die Freizeit verbringen. Diese Möglichkeit haben sie im Schülerklub.Leiterin Marlies Gendreizig unterstützt die Schüler beim Erledigen von Hausaufgaben, aber auch bei deren Freizeitgestaltung. "Wir haben einen Klubrat, den die Kinder wählten. Gemeinsam mit diesem organisiere ich Angebote", erklärt Marlies Gendreizig.

Die Bandbreite der Aktivitäten ist, wie der Name des Klubs schon andeutet, kunterbunt. "Die Kinder können sich kreativ beim Basteln, Malen oder Nähen betätigen. Außerdem bieten wir auch Kerzengießen oder Origami an", so die Klub-Chefin. An einigen Nachmittagen in der Woche steht die Turnhalle an der Schule dem Klub zur Verfügung. Dort können sich die Kinder bei Spielen auspowern. Des Weiteren gibt es immer wieder auch Musik-Angebote und Theaterprojekte.

Dass sich die Kinder im Schülerklub sehr wohl fühlen, bestätigen Lisa und Emil, zwei der regelmäßigen Besucher. Lisa sagt: "Wenn ich allein zu Hause wäre, dann würde mit langweilig werden. Im Klub kann ich nach der Schule wenigstens noch mit Freundinnen spielen oder basteln." Emil ergänzt: "Meine Mama muss nachmittags arbeiten. Im Klub bekomme ich Hilfe bei den Hausaufgaben, und danach kann ich selbst entscheiden, was ich den Nachmittag über mache."

Der Schülerklub, der heute eine feste Größe im Ortsteil Blankenburg ist, begann Anfang der 90er-Jahre als Bauwagen-Projekt. Der Verein FiPP Fortbildungsinstitut für Pädagogische Praxis, stellte an der Schule einen Bauwagen voller Spielzeug auf und begann mit ersten Freizeitangeboten für die Kinder. Als der Bauwagen abbrannte, setzt der FiPP seine Arbeit in Abstimmung mit dem Bezirksamt im Schulgebäude fort. Hier wurde dann vor 20 Jahre der Schülerklub eingerichtet.

Von Anfang an war Tino Kolev dabei, der sich in diesem Jahr in den Ruhestand verabschiedet. Marlies Gendreizig ist bereits seit zwölf Jahren zuverlässige Partnerin der Schüler im Klub, dessen Arbeit sie derzeit allein koordiniert. Voraussichtlich Mitte des Jahres wird sie wieder einen Kollegen an die Seite bekommen.

Weitere Informationen zum Schülerklub "Kunterbunt" gibt es unter 47 48 78 65 sowie über den E-Mail-Kontakt sc-kunterbunt@fippev.de.
Bernd Wähner / BW
Autor:

Bernd Wähner aus Pankow

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