Jugendfeuerwehren bieten anspruchsvolles Hobby

Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr unter Leitung von Michael Kemming (rechts hinten) und Kilian Junk (links). (Foto: BW)

Blankenburg. Sie lernen die Löschtechnik kennen und trainieren Erste Hilfe: die Jungen und Mädchen der Jugendfeuerwehr Blankenburg. Eigentlich ist das Löschen von Bränden und das Leisten technischer Hilfe eine Sache der Erwachsenen, aber man kann nicht früh genug damit anfangen, sich mit Fragen des Brandschutzes zu beschäftigen.

Dieser Intention folgend, wurde bereits 1961 in Blankenburg eine Arbeitsgemeinschaft "Junger Brandschutzhelfer" gegründet. Von Anfang an beschäftigten sich deren Mitglieder nicht nur damit, wie Brände zu verhüten sind, sie erfuhren auch mehr über die technische Ausstattung der Feuerwehr und trainierten den Löschangriff. Anfang der 90er-Jahre wurde diese Arbeitsgemeinschaft in eine Jugendfeuerwehr umgewandelt. Seit einem Dreivierteljahr wird diese von Michael Kemming geleitet. "Ich begann selbst vor 15 Jahren in der Jugendfeuerwehr", sagt er. "Heute arbeite ich bei der Flughafenfeuerwehr." Der Freiwilligen Feuerwehr Blankenburg hält er aber als deren Jugendwart weiterhin die Treue. In der Feuerwache in Alt-Blankenburg treffen sich jeden ersten und dritten Dienstag im Monat ab 18 Uhr 14 Jungen und Mädchen. Sobald es das Wetter zulässt, wird vor allem der Löschangriff geübt. Denn die Blankenburger Jugendfeuerwehr nimmt jedes Jahr an den Panke-Löschmeisterschaften teil. Dabei treten die Nordberliner Jugendfeuerwehren an drei Wochenenden gegeneinander an. Wer die meisten Punkte sammelt, gewinnt den Pokal. "Wenn wir nicht draußen sein können, absolvieren wir drinnen ein Gerätetraining, frischen Grundwissen auf und üben Erste Hilfe", sagt Michael Kemming. Des Weiteren werden Ausflüge unternommen. Unter anderem sind in den nächsten Monaten Besuche bei der Flughafenfeuerwehr und in der Leitstelle der Feuerwehr geplant.Mitglied werden kann, wer mindestens acht Jahre alt ist. Bereits seit Längerem ist der zwölfjährige Alex Ramin mit dabei. "Ich kam über meinen Bruder dazu", sagt er. "Der war schon bei der Jugendfeuerwehr und hat immer davon erzählt. Ich ging zu einem Übungsabend mit und blieb dabei. Ich finde vor allem toll, dass wir einen Einblick in die ganze Technik bekommen." Max Mauck, ebenfalls zwölf Jahre alt: "Immer wenn ich ein Feuerwehrauto auf der Straße sah, dachte ich, da möchtest ich auch mitmachen. Ich wusste aber nicht, an wen ich mich wenden kann. Dann war ich mit meinem Vater beim Blankenburger Ortsteilfest. Das stellte sich die Jugendfeuerwehr vor. Seitdem bin ich dabei." Max begeisterte auch seine Nachbarin Maryca Runds (9). "Max hat mir erzählt, was sie bei der Jugendfeuerwehr so machen. Da bin ich einfach mal mitgegangen. Hier gibt es noch zwei andere coole Mädchen. Uns macht es einfach Spaß."

Später wechseln viele in die "richtige" Freiwillige Feuerwehr. "Von unseren 29 aktiven Feuerwehrleuten waren 17 in der Jugendfeuerwehr", sagt der Blankenburger Wehrleiter Klaus Lüdicke. Weil auch die Arbeit der Jugendfeuerwehr ein wenig Geld kostet, freut sich Michael Kemming, dass es kürzlich eine Spende gab. Die Physiotherapie Gina Viehstädt organisierte eine Sponsoring-Aktion. Den Erlös von 150 Euro übergab sie kürzlich an die Jugendfeuerwehr.

Weitere Informationen gibt es unter 47 47 18 51 (auch Anrufbeantworter) sowie auf www.ff-berlin-blankenburg.de. Wer mitmachen will, kann auch einfach zu einem Übungsabend vorbeikommen.

Bernd Wähner / BW
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