In Pankow beginnen in nächster Zeit gleich vier große Straßenbauvorhaben

Pankow. In den kommenden vier Jahren wird es für Pankower Autofahrer nicht einfach, wenn sie die nordöstlichen Ortsteile des Bezirks durchfahren wollen. Es werden vier große Straßenbaustellen begonnen.

Zunächst erneuern die Berliner Wasserbetriebe Leitungen in der Bahnhofstraße, der Krugstege und der Schäferstege. Danach ist die Erneuerung der Bundesstraße 2 in Malchow geplant. Bevor es damit losgeht, reißen die Wasserbetriebe die Straße auf. Auch dort werden neue Leitungen verlegt. Weiterhin will der Senat 2017/2018 die B109 neu bauen. Und schließlich wird ab 2018 vom Senat mit der Erneuerung der A114 begonnen.

Eigentlich sollten die Maßnahmen gleichzeitig beginnen. Inzwischen haben Senat und Bezirk die Baumaßnahmen so koordiniert, dass sie zeitversetzt anfangen, teilt Verkehrsstaatssekretär Christian Gaebler (SPD) auf Anfrage mit. So wurden zum Beispiel zeitgleiche Bauarbeiten der Wasserbetriebe in der Krugstege und in der Dorfstraße Malchow von der Verkehrslenkung Berlin abgelehnt. Wäre zeitgleich gebaut worden, wäre das Verkehrschaos noch größer. Diskutiert wird zurzeit noch darüber, wie der Verkehr umgeleitet wird, wenn auf der B2 gebaut wird. Die Umleitung sollte über Pankower Gebiet erfolgen.

Der Senat habe eine Strecke über vorhandene Straßen durch Weißensee und Heinersdorf vorgeschlagen, sagt Stadtentwicklungsstadtrat Jens-Holger Kirchner (Bündnis 90/Die Grünen). Weil damit erhebliche Belastungen für alle Anwohner verbunden wären, lehnte Pankow diese Variante strikt ab. Anwohner würden sich gegen diese Umleitung mit allen Mitteln wehren. Stattdessen schlug der Bezirk den Bau einer westlich von Malchow gelegenen zweispurigen Baustraße vor. Dort wird zwar das Naturschutzgebiet tangiert. Alle Eingriffe würden aber nach der Bauzeit wieder ausgeglichen.

Der Senat will nun die Baustraße planen. Allerdings muss noch die BVG zustimmen, und die untere Naturschurbehörde hat Gesprächsbedarf angemeldet. Außerdem hat sich bereits eine Bürgerinitiative gegen solch eine Baustraße zu Wort gemeldet. Man müsse aber abwägen, ob das Wohl der Menschen oder ein vorübergehender Eingriff in die Natur wichtiger seien, argumentiert Kirchner. BW
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