Pankow beantragt beim Senat die Einrichtung einer Blankenburger Kiezbuslinie

Bald schon könnte hier auch ein Kiezbus halten: An der Kirche auf dem Dorfanger halten derzeit die BVG-Busse der Linien 150, 154 und 158. (Foto: Bernd Wähner)

Blankenburg. In Blankenburg soll die erste Kiezbuslinie des Bezirks eingerichtet werden. Noch in diesem Jahr wird bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung ein Antrag zur Finanzierung des Vorhabens gestellt.

Das erklärt Stadtentwicklungsstadtrat Jens-Holger Kirchner (Bündnis 90/Die Grünen) auf Anfrage. Blankenburg erstreckt sich über ein riesiges Siedlungsgebiet. Mit dem öffentlichen Nahverkehr ist bislang allerdings nur der Alt-Blankenburger Ortskern erschlossen, und der S-Bahnhof liegt am Rande des Ortsteils. Viele Wege legen die Blankenburger deshalb mit dem Auto zurück. Um den Autoverkehr durch die Siedlungen zu verringern, soll mit einer Kiezbuslinie ein neues Nahverkehrsangebot entstehen. Diese Linie wird mit kleineren Bussen befahren.

Die Idee der Kiezbuslinie gibt es schon seit 2007. Seinerzeit fand bereits eine Befragung der Blankenburger dazu statt. Ein klares Ja war die Antwort. Ende 2008 fand auch eine Probebefahrung einer möglichen Streckenführung für die Kiezbuslinie statt. Unter anderem nahmen Mitarbeiter der BVG, des Bezirksamts, aber auch Blankenburger Bürger teil. Dabei zeigte sich, dass vor der Einrichtung einer Kiezbuslinie einige Kreuzungen umgebaut werden müssen. Außerdem seien Haltestellen einzurichten, einige Fahrbahnen zu ertüchtigen, Verkehrszeichen aufzustellen und Markierungen aufzubringen, erklärt Stadtrat Kirchner.

Sobald der Senat die Mittel für die Kiezbuslinie zugesagt hat, wird die ausgewählte Streckenführung noch einmal von der BVG geprüft. Weiterhin werden sich die Verkehrsbetriebe auch andere Varianten ansehen. Im Rahmen der Bauvorbereitung soll das Ergebnis dieser Prüfung den Blankenburgern vorgestellt werden, um gemeinsam zu einer endgültigen Linienführung zu gelangen.

Eine erste Rate für entsprechende Umbaumaßnahmen im Straßenland ist in der bezirklichen Investitionsplanung für 2019 enthalten. Wenn der Senat dieser Investition zustimme, könne die Kiezbuslinie frühestens 2020 in Betrieb genommen werden, so Kirchner. BW
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