Schwerlastverkehr durch Anwohnerstraße

Die Glienicker Straße in Bohnsdorf ist für Schwerlastverkehr nicht geeignet. (Foto: Ralf Drescher)
Berlin: Glienicker Straße |

Bohnsdorf. Die Glienicker Straße führt vom Dorfanger in Bohnsdorf durch ein ruhiges Wohngebiet. Mit Kopfsteinen gepflastert, ist die Durchfahrt für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen verboten. Vor allem Nutzer eines privaten Automarkts halten sich nicht daran.

„Fast jeden Tag kommen große Transporter mit einem Vielfachen der zulässigen Last durch unsere Straße. Solange sie nicht auf das Grundstück kommen, parken sie auch mal auf dem unbefestigten Grünstreifen oder direkt vor unserem Gartentor“, berichtet Monique Küppers-Brachmann, die seit rund zehn Jahren hier wohnt.

Gemeinsam mit Ehemann Holger hat sie ihre Nachbarn und die Berliner Woche zum Ortstermin geladen. Rund 20 Anwohner sind gekommen, zeigen uns, wo das Problem liegt. Und das ist ein ehemaliges LPG-Gelände (DDR-Landwirtschaftsbetrieb) zwischen Glienicker Straße und Autobahnzubringer. Am Eingangstor hängen mehrere Briefkästen von Autohandels- und Verwertungsunternehmen. Vermutlich sind das alles Unterpächter. Wem das ganze Areal gehört, bleibt unklar. „Autolieferungen erfolgen hier an sieben Tage in der Woche, manchmal sogar in der Nacht. Dann warten Transporter aus Litauen mit laufendem Motor im Wohngebiet, bis der Kunde kommt und das Tor aufschließt“, ärgert sich Monique Küppers-Brachmann.

Nach Aussage von Anwohnern haben Fahrzeuge auf dem Weg zum Automarkt schon mehrfach Öl verloren, andere den für Schwertransporte ungeeigneten Straßenbelag beschädigt. Beschwerden bei Polizei und Ordnungsamt blieben bisher ohne Erfolg. Auf Nachfrage beim Bezirksamt hat die Berliner Woche kurzfristig keine Antwort bekommen.

„Wir melden uns zur nächsten Bürgerfragestunde in der BVV an. Dann müssen die Vertreter des Bezirksamts auf unsere Fragen reagieren. Wir erwarten, dass die Durchfahrt für Schwertransporter blockiert wird. Ich frage mich auch, ob so ein Gewerbe in einem Wohngebiet überhaupt zulässig ist“, sagt Monique Küppers-Brachmann. RD
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