Schulhof als Stolperfalle: Elterninitiative fordert Bodenerneuerung an der Fritz-Karsen-Grundschule

Auf den ersten Blick wirkt der Schulhof an der Backbergstraße 37 beschaulich, die großen Steine und der Schotter, die sich durch den Untergrund drücken, sind aber eine Unfallgefahr für die Grundschüler. (Foto: Sylvia Baumeister)
Berlin: Fritz-Karsen-Grundschule |

Britz. Eine Elterninitiative verwirklichte an der Fritz-Karsen-Grundschule bereits mehrere Aktionen zur Verschönerung des Schulhofes. Weil der Boden gespickt ist mit großen Steinen und Schotter und Verletzungsgefahren birgt, fordern die Eltern nun den Bezirk zum Handeln auf.

Auf den ersten Blick sieht der Schulhof hinter dem denkmalgeschützten Schulgebäude an der Backbergstraße eigentlich sehr beschaulich aus. Auf dem umzäunten Grundstück stehen mehrere Schatten spendete Bäume. Für Spielmöglichkeiten sorgen zudem eine Spiellandschaft, eine Tischtennisplatte und ein Balancierpfad.

Damit der Schulhof noch schöner und interessanter für die 75 Schüler der drei Klassenzüge wird, gründete sich vor zweieinhalb Jahren eine Elterninitiative. Die hat bisher schon einiges auf die Beine gestellt. So zimmerten die Eltern ein Holzpodest um einen großen Baum herum, auf dem die Kinder klettern können. Mithilfe des Sponsors Fielmann Stiftung legten sie mehrere Pflanzen- und Blumeninseln an.

Mehrere Kinder verletzt

Über eine Crowdfunding-Aktion sammelten sie 10 000 Euro für ein Bodentrampolin. Weil die Grundschüler gern Fußball spielen wollten, stellten sie auf dem Schulhof zwei Fußballtore auf. Der sechs mal zwölf Meter große Platz zwischen den Toren birgt jedoch aufgrund seiner Bodenbeschaffenheit ein erhebliches Gefahrenpotenzial für die Kinder. Immer wieder rutschen sie beim Spielen aus, stolpern über große Steine und Schotter, die sich durch den Untergrund durchdrücken. Schon mehrere Kinder verletzten sich derart, dass sie medizinisch behandelt werden mussten.

„Der schlecht beschaffene Platz ist ein großes Ärgernis für uns. Der Untergrund müsste dringend ausgetauscht und mit Kunstrasen bestückt werden“, sagt Christian Müller, Vater des siebenjährigen Emil und Sprecher der Elterninitiative und fügt hinzu: „Der Schulstadtrat kennt die Problematik, aber es passiert nichts.“ Jan-Christopher Rämer (SPD), der diese Schule früher selbst besuchte, findet es bedauerlich, dass die Eltern sich nicht direkt an ihn gewendet haben. Bei seinen Besuchen aller Schulen im Bezirk im vergangenen Jahr sei ihm dieses Problem aufgefallen. „Den Gefahrenherd sehe ich, meine Mittel für den Unterhalt der Schulen sind aber leider sehr begrenzt“, so der Stadtrat. Mit dem Grünflächenamt arbeite er bereits an Möglichkeiten, etwas an dieser Situation zu ändern. Rämer versichert: „Mir ist daran gelegen, dass das Problem zügig angegangen wird.“ SB
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