Museum Neukölln lädt am 10. Juli zur Lesung ein

Erich Mühsam. (Foto: Archiv Museum Neukölln)
Berlin: Museum Neukölln |

Britz. Das Museum Neukölln lädt zu einer Gedenkveranstaltung für den Schriftsteller Erich Mühsam ein. Der Schriftsteller war vor 80 Jahren, am 10. Juli 1934, im KZ Oranienburg ermordet worden.

Erich Mühsam war der bekannteste deutsche Anarchist und Revolutionär der 20er- und 30er-Jahre. Der Schriftsteller, Dichter und Publizist lebte seit 1927 in der Britzer Hufeisensiedlung. Am Morgen des 28. Februar 1933 wurde er im Zuge der Massenverhaftungen politischer Gegner nach dem Reichstagsbrand von den Nationalsozialisten festgenommen. Über ein Jahr lang wurde Mühsam in verschiedenen Gefängnissen und Konzentrationslagern interniert und misshandelt. Am 10. Juli 1934 wurde er ermordet. Erich Mühsam wurde 56 Jahre alt.

15 Jahre lang hatte er sein Leben in Tagebüchern festgehalten. Seine Aufzeichnungen aus den Kriegsjahren vermitteln Eindrücke, die sich nicht in den Geschichtsbüchern zum I. Weltkrieg finden lassen.

Chris Hirte stellt die Tagebücher bei der Lesung am Donnerstag, 10. Juli, um 19 Uhr im Foyer des Kulturstalls auf dem Gutshof Britz, Alt-Britz 81 vor. Der Eintritt kostet acht, fünf Euro. Kartenreservierung unter: 627 277 716.

Klaus Tessmann / KT
0
Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.