Sie mahlt wieder: Britzer Mühle eröffnet mit einem Familienfest die Saison

In Britz steht die einzige zwölfkantige Galerie-Holländermühle der Stadt. (Foto: Schilp)
Berlin: Britzer Mühle |

Die Britzer Mühle startet in die Saison, und das muss gefeiert werden. Am Sonnabend, 24. März, sind Kinder und Erwachsene am Britzer Damm 130 willkommen. Der Eintritt ist frei.

Die Ehrenamtlichen vom Verein „Britzer Müllerei“ begrüßen die Gäste und zeigen ihnen das voll funktionsfähige, über 150 Jahre alte technische Denkmal. Führungen werden in der Zeit von 11 bis 16 Uhr angeboten. Dabei kann sich jedermann alle Fragen rund um das Thema „Vom Korn zum Brot“ beantworten lassen. Kinder sind eingeladen, am Steinofen aus Quark-Öl-Teig Teilchen zu backen oder sich mit Müllerin Anna bei kleinen Basteleien die Zeit zu vertreiben.

Rund um die Mühle wird für das leibliche Wohl mit selbst gebackenem Kuchen, mit Waffeln, Kaffee, Kinderpunsch und den begehrten Schmalzstullen gesorgt. Die Britzer Müller können während der Saison noch mit anderen Dingen punkten: Sie bieten Kurse an und führen Interessierte in das alte Handwerk ein. Auch „Vermehlungen“ zur Eheschließung, zur silbernen oder goldenen Hochzeit sind beliebt. Kleiner Wermutstropfen: Offizielle Trauungen wird es – wie schon 2017 – nicht geben. Im Standesamt herrscht Personalnot.

Die Britzer Mühle ist etwas ganz Besonderes: Sie gehört zum sehr seltenen Typ der zwölfkantigen Galerie-Holländermühle. Sie ist rund 20 Meter hoch, der Durchmesser der Jalousieklappenflügel beträgt von Spitze zu Spitze 25 Meter. Früher kannten die Britzer sie als Stechan’sche Mühle. Dieser Name geht auf Karl Albert August Stechan zurück, der den Bau im Jahr 1874 für 19 000 Taler erwarb.

Einst gab es übrigens sechs Mühlen in Britz, fünf von ihnen sind im Laufe der Zeit verschwunden. Eine von ihnen, die Bockwindmühle Pannwitz stand ganz in der Nähe, am Buckower Damm 120. Die Radkesche Mühle war am Britzer Damm 12 zu finden, die Dornbusch-Mühle an der Mariendorfer Allee 28, die Knutsche Mühle am Koppelweg 32-60, die Steinsche Mühle an der Buschkrugalle 66 und an der Franz-Körner-Straße 2.

Übriggeblieben ist allein die Britzer Mühle. In diesem Jahr ist sie bis zum 3. November an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 16 Uhr geöffnet, dann stehen Führungen auf dem Programm. Außerdem wird zum Wochenende frisches Brot verkauft, und zwar freitags und sonnabends, ebenfalls von 11 bis 16 Uhr. Wer mehr wissen möchte: Auf der Internetseite www.britzer-muellerei.de findet sich das gesamte Programm sowie viele historische Fotos und Informationen.

Weitere Auskünfte gibt es per E-Mail an michael.schillhaneck@britzer-muellerei.de oder unter 0171/141 03 93.
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