Rudow hat ein Nazi Problem - davon betroffen ist die Buchhandlung Leporello

Foto: Haße.
Der wunderschöne Bezirk am späten Montagnachmittag. Buntes treiben ist auf den Straßen zu sehen. Die Sonne scheint herrlich. Wenn man aber ganz genau hinsieht, bekommt dieser Idyllische Eindruck einen Riss.
An der Hauswand steht gesprüht, Rudow bleibt deutsch. 

Einige Gehminuten entfernt liegt die Buchhandlung Leporello. Dessen Inhaber Herr Ostermann betreibt einen ganz normalen Kiezbuchladen, kein Laden für ausdrücklich linke Literatur. Kinderbücher werden angeboten, auch Reiselektüre oder aber Taschenbücher. Herr Ostermann bestätigt dem Autoren zwei Punkte wörtlich, das er selbst sein Geschäft nicht als Linken Buchladen in der Öffentlichkeit sehen möchte.
Und das er sein Herz  am Linken Fleck hat.

Jüngst wurde sein Auto angezündet. Das Datum des Anschlags ist nicht ohne Bedeutung: Am 30. Januar 1933 ernannte Reichspräsident Paul von Hindenburg Adolf Hitler zum Reichskanzler, am 1. Februar wurde der demokratisch gewählte Reichstag aufgelöst. Die Folgen und Deutschland auf immer belastenden Auswirkungen sind Geschichte. Daran will Ostermann erinnern, und weil er sich gegen die Leugner wendet  wird er attackiert.

Es bestehen wohl keine Zweifel, sagt Herr Ostermann dass es sich bei dem Brandanschlag um einen rechtsextremen Anschlag handelt.

Auch Franziska Giffey, die Bezirksbürgermeisterin von Neukölln, hat wohl keine Zweifel auf einen rechtsextremistischen Anschlag.

Egal von welchem Ort. Herr Ostermann hält Lesungen ab, mit Autoren und Autorinnen, von denen er sich Zulauf verspricht, da sind dann auch mal engagierte linke Literaten darunter, auch war kürzlich eine jüdische Lyrikerin zu Gast. Für seine Mitarbeiter hat er nun Pfefferspray unter dem Verkaufstresen gelagert.


Anmerkung vom Autoren:  Auch hierüber wird ohne sich einschüchtern zu lassen weiterberichtet
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