Sebastian setzt Zeichen gegen Nazis in Hufeisensiedlung & wird jetzt eingeschüchtert

Pflanzen, vorwiegend rot, als Zeichen der Roten Karte setzen gegen Nazis. Und dann dafür eingeschüchtert werden. Foto: Autor.
Gegen Nazis Gesicht zeigen. Aber niemals alleine. Sondern geschützt.
Das war ihm, Sebastian wichtig. Deswegen schließt er sich einer  Anwohner Initiative an.

Auch privat engagiert er sich mit Wissen der Initiative. Pflegt das Denkmal von Erich Mühsam. Doch bald merkt er, dass ihm das nicht ausreicht. "Ein eignes Zeichen zu setzten kam mir in den Sinn". Und fragte sich "Warum fange ich nicht an, rote Pflanzen als Zeichen der Roten Karte gegen Nazis zu pflanzen? Dazu mache ich ein Schildschriftzug "Pflanzen gegen Nazis“.  Das war die Idee.

Am 15. September kommt es zum Ortstermin mit einem Vertreter vom Grünflächenamt Neukölln. Noch am selben Abend legt er los. Seitdem pflegt er täglich sein Beet gegen Nazis. Er hatte noch ein Schild beantragt das dann vom Amt montiert werden soll mit dem Schriftzug Pflanzen gegen Nazis. Darauf muss er noch warten. 

An der Parchimer Allee/ Ecke Fritz-Reuter-Allee befindet sich der herrliche Pflanzenzug. Richtig Liebevoll ist alles hergerichtet. "Ich weiß das ich von Anfang an sehr wohl beobachtet werde. Den ersten Schreck gab es gleich am Samstag drauf. „Als ich herkam, sah ich, das die roten Flamingoblumen herausgerissen wurden. Da hatte ich noch gar keinen Schildschriftzug drin. Mein erster Gedanke war, ist das Scheiße, wer macht das.“ Die Pflanzen entdeckte er dann unweit entfernt auf dem Boden liegen. Und pflanzte sie wieder ein. Und kaufte gleich neue dazu. “Tage später wurden auch diese wieder herausgerissen". Aber Sebastian pflanzt wider neu nach. So geht das hin und her.

Als er dann eine Woche später weiß, das das Amt das Schild nicht anbringt aber sein privates Schild duldet, steckt er das eben hinzu. „Britzer Bürger setzt Zeichen gegen Nazis, alles wird täglich gepflegt, Einschüchterung bringt nix“ steht da. Seit dem 05. Oktober 2017 steckt nun der kleine sehr stabile Plastikaufsteller mittendrin fest in der Erde. Gut Sicht-, und Lesbar .

Dann kommt der nächste Schock. Nur der Aufsteller wird mit brachialer Gewalt zerstört. Aber in der Erde stecken gelassen. „Das ist für mich Einschüchterung. Ich weiß nicht wer der Täter ist oder wer die Täter sind.“ Klar war für mich, das ich damit nun an die Öffentlichkeit gehe. “Und weitermache wie bislang auch. Mich lasse ich im Engagement gegen Nazis nicht einschüchtern.“ 

!Aktuell: Am 13. 10. 2017 wurde Schriftzug zerstört. Fotos hierzu sind in der Galerie mit Datum 13. 10.2017 zu finden!

!Zwei aktuelle Fotos wurden am Dienstagabend, 10.10.2017 mit neuen Pflanzen hier in die Galerie hinzugefügt, sind als aktuell gekennzeichnet  und auch wieder mit Schriftzug! 
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