Von der Imkerin bis zum Hotelier: Neukölln vergibt fünf Ehrennadeln für bürgerschaftliches Engagement

Neukölln. Sie engagieren sich für Menschen im Bezirk und wurden deshalb ausgezeichnet: Fünf Frauen und Männer erhielten am 10. Dezember im Schloss Britz die Neuköllner Ehrennadel.

Seit 1984 wird sie jedes Jahr als höchste Auszeichnung Neuköllns verliehen, inzwischen haben 161 Menschen die Ehrennadel als Dank für ihr Engagement bekommen. Alle Namen finden Rathausbesucher auf Messingtafeln im 2. Stock.

Eine der diesjährigen Geehrten ist Gutrun Timm. Ihre Leidenschaft ist das Imkern. Vor 50 Jahren schaffte sich ihren ersten zwei Bienenvölker an. Bald züchtete sie als einzige Frau in Berlin Königinnen. Inzwischen gehört sie zum Vorstand des Imkervereins Neukölln und ist für die Bienengesundheit in Neukölln und Treptow zuständig. Und sie gibt seit zehn Jahren bei regelmäßigen Veranstaltungen ihr Wissen weiter: an erwachsene Neuköllner, an Kita- und Schulkinder.

Das Singen hat es Sigrid Zeuner angetan. Sie engagiert sich seit 1977 im Erkschen Gemischten Chor, der heute seinen Standort in der Albrecht-Dürer-Schule hat. Seit einem Vierteljahrhundert arbeitet sie mit Leidenschaft im Vereinsvorstand. Eine besondere Herausforderung war die Vorbereitung der großen Feierlichkeiten zum 150. Geburtstags des Chors.

Michael Zeise ist der Meinung, dass Wirtschaftsunternehmen auch gesellschaftliche Verantwortung übernehmen sollten. Deshalb unterstützt der Geschäftsführer des Rohr- und Umweltservices „BrauCo“ seit Jahren die Gropiusstädter Schule am Regenweiher. Viele Neuerungen hätten ohne seinen Einsatz nicht umgesetzt werden können.

Ebenfalls Unternehmer ist Ekkehard Streletzki. Er eröffnete 1994 an der Sonnenallee das Estrel, das größte Hotel Deutschlands. Der Geschäftsmann setzt sich für soziale Projekte wie das „Ricam Hospiz“ ein. In seinem Haus finden die Benefizgala „Kinder in Gefahr“ und die alljährliche Obdachlosen-Weihnachtsfeier mit Frank Zander statt. Auch der Weihnachtswunschbaum gehört zur Estrel-Tradition.

Benno Wischer arbeitet seit 55 Jahren ehrenamtlich in der Sozialkommission („Soko 59“) für Senioren im Gebiet nördlich des Britzer Gartens. Zu seinen Aufgaben gehören Besuche zum 80., 85., 90. und danach zu jedem Geburtstag. Benno Wischer schenkt den Jubilaren seine volle Aufmerksamkeit und hat stets ein offenes Ohr für große und kleine Sorgen und Nöte. sus
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