Blick hinter die Kulissen: Neun Neuköllner Werkstätten öffnen ihre Türen

Gabriele Sawitzki bei Schmiedearbeiten an der Esse in ihrer Werkstatt „Rixdorfer Schmiede“. (Foto: Sylvia Baumeister)
Berlin: Rixdorfer Schmiede |

Neukölln. Rund 130 Handwerksbetriebe sind bei den 4. Europäischen Tagen des Kunsthandwerks vom 31. März bis 2. April dabei, den die Handwerkskammer ausrichtet. Auch die Rixdorfer Schmiede macht wieder mit – und hofft auf viele interessierte Besucher.

Gestalter, Kunsthandwerker und Designer zeigen, was sie herstellen – aus Holz, Glas, Metall, Stein, Keramik, Textil und vielen weiteren Materialien. Sie führen ihr Handwerk vor, machen Workshops, zeigen Modeschauen oder halten Vorträge. Zum dritten Mal ist auch die Rixdorfer Schmiede dabei.

Wer Interesse daran hat, einmal zu erleben, wie in einer Schmiede gearbeitet wird, hat dazu am 31. März von 10 bis 18 Uhr Gelegenheit, natürlich kostenlos. „Die Kunsthandwerkstage sind eigentlich ein sehr reizvolles Format, aber durchaus noch ausbaufähig. Wir freuen uns über jeden Besucher, der sich für unser Handwerk interessiert“, sagt Gabriele Sawitzki.

Seit 2011 hat sie den Standort ihres Unternehmens in der Bürgerstraße 17. Zuvor war sie bereits an anderen Standorten ansässig, unter anderem in Kreuzberg und am Richardplatz, wo sie die historische Dorfschmiede betrieb. Nachdem sie 2012 dort auszog, nahm sie ihren Firmennamen „Rixdorfer Schmiede“ nach Neubritz mit. Ihrer Arbeit hat dieser Wechsel nicht geschadet, denn diese Räume sind viel größer und daher besser geeignet für das, was sie hier vorwiegend herstellt und restauriert, nämlich vornehmlich Türen, Tore und Zäune.

Letztes Jahr konnte das niemand besser als sie, die dafür den Deutschen Metallbaupreis erhielt. „Das ist die höchste Auszeichnung, die man in Deutschland in dieser Kategorie erreichen kann“, erzählt die 61-Jährige, die erst nach ihrem Ingenieurstudium im Lebensmittelbereich eine Ausbildung zur Schmiedin absolvierte. Gern gibt sie ihr Wissen weiter, nicht nur an ihre Azubis, sondern auch an Menschen, die das Handwerk kennenlernen möchten. Deshalb öffnet sie ihre Türen so gern fürs Publikum, auch mit ungewöhnlichen Kooperationspartnern.

So findet parallel am Freitag, wenn an der Esse geschmiedet wird, auch ein Workshop mit lebendem Material statt: Sylvia Plonz von der Blumen Bühne Berlin zeigt, wie man aus Schmiedekunst hergestellte Vasen und Blumenampelständer mit Blumen bestücken kann.

Weitere kleinere Teile aus der Rixdorfer Schmiede sind in einer Ausstellung am 1. und 2. April bei Bronzen Gunkel in der Jahnstraße 34-36 im Rahmen der Kunsthandwerkstage zu sehen. Der Spezialbetrieb macht Beschriftungen in Bronze, Aluminium und Blei. SB

Weitere Infos auf www.rixdorferschmiede.de oder auf www.berlin.kunsthandwerkstage.de.
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