Investor möchte im Bucher Park den Prachtbau wieder errichten

Buch. Im Park könnte schon bald das Bucher Schloss wiedererstehen. Dieser Plan nimmt langsam Konturen an. "Wir bekamen eine Anfrage vom Denkmalamt, ob wir als Bezirk einem Flächentausch zustimmen würden", sagt Stadtentwicklungsstadtrat Jens-Holger Kirchner (Bündnis 90/Die Grünen).

Der Deal: Der Bezirk stellt die Parkfläche zur Verfügung, auf der früher das Bucher Schloss stand, und erhält eine Gartenfläche am Schlosspark, die sich zurzeit in Privateigentum befindet. Unterbreitet wird dieses Angebot von Marko Muth. Der sanierte bereits das frühere Ludwig-Hoffmann-Krankenhaus und den Gutshof Buch. Für beide Projekte wurde Muth 2011 vom Senat mit dem Berliner Denkmalpflegepreis, der Ferdinand-von-Quast-Medaille ausgezeichnet. Nun plant der Investor ein weiteres Großprojekt in Buch. Er möchte auf dem Grundriss des alten Gebäudes, gleich neben dem Künstlerhof, das Schloss im historischen Stil wieder aufbauen, berichtet Kirchner.

Von 1731 bis 1736 ließ der preußische Staatsminister Adam Otto von Viereck das frühere Bucher Landhaus zu einem barocken Schloss umbauen. 1898 kaufte es die Stadt Berlin. Bis 1920 diente es den Berliner Oberbürgermeistern als Sommersitz. Den Krieg überdauerte das Schloss ohne größere Schäden. Danach zeigte die Stadt aber kein Interesse mehr am Schloss.1964 entschieden die Behörden aus reiner Willkür, dass es abgerissen wird.

Die Chancen für den Flächentausch und damit einen Wiederaufbau stehen gut. Denn der Bezirk bekam gerade Fördermittel, um ein Parkpflegewerk für den Schlosspark zu erstellen. Der ehemalige Holländische Garten, den Muth im Flächentausch anbietet, könnte bei der Erarbeitung dieses Masterplans gleich in den Park integriert werden. Das Schloss wäre dann ein neues Juwel im Schlosspark. Der Investor möchte in ihm ein Hotel betreiben.

Der Idee des Flächentauschs steht das Bezirksamt deshalb offen gegenüber. "Wir haben allerdings zwei Bedingungen formuliert", sagt Kirchner. "Zum einen muss es im Schloss eine öffentliche Gaststätte sowie eine öffentliche Toilette für Parkbesucher geben. Zum anderen muss die öffentliche Durchwegung im Schlosspark erhalten bleiben."


Bernd Wähner / BW
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