Klimaneutral wohnen und arbeiten: Die Berliner Energieagentur erarbeitet Konzept für Buch

Der Ortsteil soll zur „Green Health City“ werden. Damit das möglich wird, entwickelt die Berliner Energieagentur (BEA) in Zusammenarbeit mit dem Büro LK Argus und der BSM mbH ein energetisches Quartierskonzept.

Darin werden Maßnahmen formuliert, die sich zeitnah umsetzen lassen. Ziel des Quartierskonzeptes ist ein klimaneutraler Stadtumbau Buchs zur „Green Health City“. Mit welchen Maßnahmen lassen sich die Bereiche Energie und Mobilität verknüpfen? Wie kann man den Anteil an erneuerbaren Energien erhöhen? Welche Synergien zwischen Forschungseinrichtungen, Kliniken und dem Wohnungsbestand sind möglich? Und wie können Neubauten in das energetische Gesamtkonzept integriert werden?

Zu diesen Fragen werden die BEA und ihre Partner im Auftrage des Bezirksamtes bis zum Sommer einen Katalog mit Handlungsempfehlungen erarbeiten. Diese werden mit ortsansässigen Unternehmen in mehreren Workshops diskutiert, um Austausch zwischen den Unternehmen zu fördern sowie deren Erfahrungen, Möglichkeiten und Ideen in das Projekt „Green Health City“ einfließen zu lassen.

Zukünftig soll der Krankenpfleger aus dem Umland oder die Wissenschaftlerin aus Prenzlauer Berg schneller, sicherer und umweltschonender zum Arbeitsplatz gelangen. Daher geht es unter anderem auch um Alternativen zum Autoverkehr wie das Fahrrad oder den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Um den gestiegenen Herausforderungen im Bereich der Mobilität Rechnung zu tragen, sollte zum Beispiel der Takt im ÖPNV verdichtet werden. Als weitere Ansätze werden ein zusätzlicher Halt der Regionalbahn am S-Bahnhof Buch und ein Fahrradleihsystem angestrebt. Ein Pilotprojekt für Fahrradausleihe soll in Kürze starten.

Die BEA und ihre Partner untersuchen aber auch, wo Photovoltaikanlagen installiert werden könnten, ob sich die Abwärme von Kälteerzeugungsanlagen zu Heizzwecken im Quartier eignet, wie sich die Effizienz der Fernwärme steigern lässt und wie man große Thermosolaranlagen in das bestehende Fernwärmenetz integrieren könnte. Die Entwicklung von nachhaltigen und klimaneutralen Stadtquartieren gehört zu den Bausteinen des Energie- und Klimaschutzprogramms (BEK) des Senats, das derzeit zur Beschlussfassung dem Abgeordnetenhaus vorliegt. Bis zum Jahre 2050 soll die Stadt klimaneutral werden.
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