Die fünf wichtigsten Tipps zur Anschaffung und Haltung von Haustieren

Bester Freund des Menschen: Hunde sind besonders zutrauliche Haustiere. Doch wer einen Vierbeiner will, muss einiges beachten. Foto: fotolia.com - ©manushot (#116554364)
 
Läuft dir ein Hund zu, musst du versuchen, den Besitzer zu finden. Foto: pixabay.com - ©kash (CC0 1.0)
 
Wenn du einem Vierbeiner aus dem Tierheim ein neues Zuhause schenken willst, solltest du dir genug Zeit nehmen, ihn kennenzulernen. Foto: fotolia.com - ©JM Fotografie (#65616537)

Ein Haustier kann etwas sehr Schönes sein: Gerade Kinder freuen sich über einen pelzigen Mitbewohner, mit dem sie kuscheln können. Hunde sind besonders zutraulich und gelten als bester Freund des Menschen. Doch bevor eine Fellnase ins Haus kommt, solltest du einige Dinge berücksichtigen.

1. Rechtliche Aspekte


Mietrecht: Tierhaltung in der Mietwohnung

Im Mietvertrag befindet sich meist eine Bestimmung zur Tierhaltung. Ist diese erlaubt, kannst du dir problemlos ein Haustier zulegen. Ist sie nicht im Vertrag geregelt, kommt eine Interessenabwägung des Vermieters und Mieters sowie der anderen Hausbewohner und Nachbarn zum Tragen: Denn ein ständig bellender Hund kann störend für andere sein. Verbietet der Mietvertrag die Tierhaltung, kommt es darauf an, wie das Verbot vereinbart wurde:

• Hast du das Verbot individuell mit dem Vermieter verhandelt, musst du es einhalten.

• Wurde formularmäßig ein uneingeschränktes Verbot jeglicher Tierhaltung festgelegt, ist die Klausel unwirksam, da die Haltung von Kleintieren grundsätzlich immer erlaubt ist.

Fundrecht: Umgang mit zugelaufenen Tieren

Aufgefundene Haustiere fallen unter das Fundrecht (§§ 965 – 984 BGB). Egal, wie süß die Fellnase auch ist: Sie einfach zu behalten ist verboten. Zunächst solltest du versuchen, den Besitzer zu finden:

• Verfügt der Vierbeiner über einen Mikrochip, kann dieser vom Tierarzt ausgelesen werden, um den Halter ausfindig zu machen.

• Ist das Tier nicht registriert, kannst du eine Fundmeldung mit einem Foto und einer ausführlichen Beschreibung erstellen.

• Alternativ ist es möglich, dich an die Polizei oder ein Berliner Fundbüro zu wenden. Daneben gibt es weitere Anlaufstellen für Fundtiere. So kannst du nach einem Tierheim in Berlin suchen, wo du die Fellnase abgeben kannst.

Findest du trotz aller Bemühungen keinen Besitzer und willst das Tier behalten, musst du nach § 973 BGB sechs Monate warten, bis es dir gehört.

Tierhalterhaftung: Abschluss einer Tierhalterhaftpflichtversicherung

Zudem solltest du bedenken, dass die Tierhaltung mit Haftungsrisiken verbunden sein kann, wenn deine Fellnase einen Schaden verursacht. Das kann zum Beispiel passieren, wenn dein Hund auf der gegenüberliegenden Straßenseite eine Katze sieht und beim Losrennen einen Verkehrsunfall verursacht. Da die Haftung summenmäßig nicht begrenzt ist, ist es sinnvoll, eine Tierhalterhaftpflichtversicherung abzuschließen.

2. Steuerliche Aspekte


Wenn deine Wahl auf einen Hund fällt, bist du aufgrund des Hundesteuergesetzes vom 10. Oktober 2001 verpflichtet, ihn innerhalb eines Monats nach der Anschaffung bei der Hundesteuerstelle des Berliner Finanzamtes anzumelden. Dafür musst du einen Vordruck ausfüllen. Der Vierbeiner bekommt dann eine Hundesteuermarke und du hast für die Haltung eine Hundesteuer zu zahlen. Diese liegt für die erste Fellnase bei 120 € pro Jahr, für jeden weiteren Hund sind 180 € zu zahlen.

3. Auswahl im Tierheim: Worauf ist zu achten?


Zahlreiche Fellnasen warten im Tierheimen geduldig auf einen neuen Besitzer. Wenn du einen Hund aus dem Tierheim holen und ihm ein liebevolles Zuhause geben möchtest, musst du allerdings ein paar Dinge beachten, um das richtige Tier zu finden.

• Am besten solltest du einen Termin ausmachen, damit genug Zeit für ein persönliches Gespräch zur Verfügung steht.

• Um den idealen Hund zu finden, der mit dir und deiner Lebenssituation harmonisiert, musst du in vielen Tierheimen einen Selbstauskunftsbogen ausfüllen. Darüber hinaus kannst du nach dem Charakter sowie den Stärken und Schwächen der verschiedenen Vierbeiner fragen.

• Wenn du dich auf den ersten Blick in einen Hund verliebst, ist es schön, diesen im Vorfeld besser kennenzulernen, indem du ihn öfters besuchst und mit ihm Gassi gehst.

• Bevor du den Vierbeiner mit nach Hause nehmen kannst, führt ein Mitarbeiter des Tierheims eine Vorkontrolle in deinem Zuhause durch, um sich ein Bild von der Wohnsituation zu machen und die Angaben aus dem Selbstauskunftsbogen zu überprüfen.

• Ist alles geklärt, wird ein Schutzvertrag abgeschlossen, und du musst eine Schutzgebühr für den ausgewählten Hund bezahlen. Diese liegt meist zwischen 200 und 300 Euro.

4. Gesundheitliche Aspekte


Die Gesundheit deines Hundes ist wichtig. Daher solltest du einen guten Tierarzt in Berlin suchen, der sich liebevoll um deinen Liebling kümmert.

Zur regelmäßigen Gesundheitsvorsorge zählt beispielsweise, für die richtige Impfung des Vierbeiners zu sorgen. Eine Grundimmunisierung wird ab dem Alter von acht Lebenswochen fällig, um die Fellnase vor Staupe, Hepatitis, Leptospirose und Parvovirose zu schützen. Nach einigen Wochen bzw. Monaten werden diese Impfungen aufgefrischt und der Hund wird gegen Tollwut geimpft. Doch wie sieht es mit Nachfolgeimpfungen aus? Während früher empfohlen wurde, den Vierbeiner einmal im Jahr mit einem Kombi-Präparat in einer Spritze impfen zu lassen, sind die Empfehlungen heute differenzierter. So ermöglichen neue Wirkstoffe teilweise eine dreijährige Wirkung – etwa bei der Tollwutimpfung und jenen gegen Hepatitis, Staupe und Parvovirose. Gegen Leptospirose muss die Fellnase dagegen weiterhin jährlich geimpft werden.

Gerade jetzt im Sommer sind Hunde zudem der Gefahr von Insektenstichen ausgesetzt, was eine allergische Reaktion auslösen und sehr schmerzhaft für deinen Liebling sein kann. In einem solchen Fall ist es wichtig, schnell zu handeln und die Stelle zu kühlen. Bei Atembeschwerden solltest du den Vierbeiner sofort zum Tierarzt fahren.

5. Tierhaltung: Grundlegende Aspekte für das Zusammenleben mit dem Hund


Mit einem Hund ein Zuhause zu teilen, kann sehr schön sein. Trotzdem musst du einige Dinge beachten, damit sich dein Liebling auch wohl bei dir fühlt.

• Hunde brauchen Bewegung und sollten mehrmals täglich Gassi gehen. Als Faustregel für ausgewachsene Hunde gelten drei bis vier Gassirunden am Tag als optimal. Die Vierbeiner benötigen also viel Zeit und Aufmerksamkeit. Falls du mal keine Zeit hast, dich um deinen Liebling zu kümmern, kannst du ihn in der Hundekita in Steglitz abgeben.

• Eine große Hilfe in Sachen Erziehung der Fellnase können Hundeschulen sein, wo du lernst, mit deinem Vierbeiner ein gutes Team zu bilden und was ein hundegerechtes Leben in der Großstadt ausmacht. In Berlin gibt es mehrere solcher Hundeschulen.

• Auch bei der Ernährung sollte es für deine Fellnase nur das Beste sein. In Berlin hast du in Sachen hochwertiges Hundefutter eine große Auswahl, egal, ob du nach einem BARF-Laden oder selbstgebackenen Keksen für deinen Liebling suchst.

• Damit dein Vierbeiner sich austoben kann, ist zu empfehlen, ihm diverses Spielzeug zu besorgen – etwa einen Ball oder ein Frisbee.

• Wenn du in Urlaub fährst und deinen Liebling nicht mitnehmen kannst, besteht eine Möglichkeit darin, ihn einem der vielen Tiersitter in Berlin anzuvertrauen. Diese kümmern sich während deiner Reise um den Vierbeiner.
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