Seit 20 Jahren ist der "Schlosskrug" in italienischer Hand

Adolf Henke im "Il Castello": Hier ist unter anderem dieses Bild mit einem Zitat von Fontane zu entdecken. (Foto: BW)

Buch. Das Gasthaus an der Ecke Karower Straße und Alt-Buch ist eines der ältesten erhaltenen Gebäude im Ortsteil - und seit 20 Jahren fest in italienischer Hand.

"Die Gastronomen Zippo und Jino, wie sie von den Stammgästen genannt werden, entwickelten aus dem Gasthaus eine Perle der italienischen Küche und Gastlichkeit", meint Berliner-Woche-Leserin Rosemarie Henke. Als italienisches Gasthaus mit Herberge eröffneten sie das "Il Castillo" am 28. Januar 1995. Das Besondere an diesem Haus ist, dass es Theodor Fontane 1860 bei seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg besuchte. Sein Weg führte ihn und seinen Verleger Wilhelm Hertz von Pankow über Französisch Buchholz kommend nach Buch. Dort besuchten sie das Schloss und die Schlosskirche. Das Gasthaus, in das sie einkehrten, hieß damals noch "Schlosskrug". Fontanes Resümee nach dem Besuch lautete: "Hier ist es gut sein." Ein Kompliment für Buch.

Auf die Idee, an den Schriftsteller und seinen Besuch in Buch auf besondere Weise zu erinnern, kamen im vergangenen Jahr Adolf und Rosemarie Henke. Sie wurden bei der Lektüre der "Wanderungen durch die Mark Brandenburg" von Fontane auf dessen Besuch in Buch aufmerksam. Als sie den italienischen Gastronomen des "Il Castello" davon erzählten, wurde eine tolle Idee geboren: Man einigte sich, ein Fontane-Zimmer einzurichten.

Vor knapp einem Jahr war Eröffnung. Und so wundert sich heute mancher Gast, wie es zu einem Fontane-Zimmer in diesem uritalienischen Restaurant kommt. Aber Zippo und Jino können die Sache rasch aufklären. Adolf und Rosemarie Henke sind jedenfalls froh, dass sie mit den italienischen Gastronomen so aufgeschlossene Partner für das Fontane-Zimmer fanden. Und das Ehepaar Henke möchte 2015 zum Bucher Fontane-Jahr machen. Es plant von Frühjahr bis Herbst eine Reihe von Veranstaltungen. Angedacht sind Lesungen, Konzerte und Ausstellungen. Noch wird an dem Programm gefeilt.


Bernd Wähner / BW
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