Erleben statt pauken: Christian Strube ist einer der drei besten Physiklehrer Berlins

Christian Strube richtet federführend das energiepädagogische Zentrum ein. (Foto: Bernd Wähner)
Berlin: Robert-Havemann-Oberschule |

Karow. Eine besondere Auszeichnung konnte jetzt Christian Strube entgegennehmen. Er wurde mit dem Heinrich-Gustav-Magnus-Preis der Physikalischen Gesellschaft zu Berlin als einer der drei besten Physiklehrer der Stadt ausgezeichnet.

Damit wird unter anderem das jahrelange Engagement Christian Strubes beim Aufbau eines energiepädagogischen Zentrums im Robert-Havemann-Gymnasium gewürdigt. Dieses Zentrum wird von Schulen aus ganz Pankow genutzt, vor allem von denen, die am Energieeinsparprojekt „Köpfchen statt Kohle“ teilnehmen.

In diesem Zentrum können die Schüler zum Beispiel Funktionsmodelle von Solaranlagen, Windrädern oder Häusern mit Energiespeichern bauen. Des Weiteren experimentieren sie dort zu den Themen Wärmeenergie oder Nutzung von Solarzellen. So erhalten Schüler einen Einblick in Abläufe der Energiegewinnung und erfahren mehr über Möglichkeiten der Energieeinsparung.

Entstanden ist dieses energiepädagogische Zentrum in früheren Arbeitslehre-Räumen, die es noch aus der Zeit als Gesamtschule noch gab. Physiklehrer Christian Strube hatte gemeinsam mit dem Projekt „Köpfchen statt Kohle“ die Idee, diese zu einer „Lernwerkstatt Energie“ umzubauen. Er erarbeitete das Konzept und richtet gemeinsam mit Kollegen die Räume nach und nach mit entsprechenden Geräten und Bausätzen ein.

Zur Finanzierung warb Strube unermüdlich um Spenden. Mit Erfolg. Inzwischen gab es mehrere Spenden aus der Industrie sowie eine Großspende von der Botschaft der Vereinigten Arabischen Emirate. Inzwischen ist das energiepädagogische Zentrum bei den Schülern sehr beliebt. Dort werden physikalische Zusammenhänge nicht gepaukt, sondern erforscht und erlebt.

Durch dieses Selbermachen und Entdecken erschließt sich den Schülern vieles einfacher. Vor allem bleibt es im Gedächtnis hängen, wenn sie sich an die Experimente und Versuchsanordnungen erinnern. Begeistert vom Engagement seines Kollegen ist auch Schulleiter Thomas Josiger. Er betont immer wieder: „Ohne das Engagement von Christian Strube würde es das alles nicht geben.“ Deshalb schlug er ihn auch für den Heinrich-Gustav-Magnus-Preis vor. BW
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