Anwohner wehren sich gegen mangelnden Lärmschutz

Anwohner während der Demo: Über 300 Männer, Frauen und Kinder kamen zur Kundgebung. (Foto: BINO/ Ingrid Mehlhausen)

Buch. Die Demonstration für die Verbesserung des Lärm- und Gesundheitsschutzes an Bahngleisen in der Region war nach Meinung der Teilnehmer ein voller Erfolg.

Zu ihrer Protestveranstaltung am 10. November konnten die Mitstreiter der Bürgerinitiative BINO über 300 ebenfalls genervte Anwohner und weitere Unterstützer begrüßen. Sie alle demonstrierten lautstark gegen den stetig anwachsenden Güterzug-Lärm auf der sogenannten Stettiner Eisenbahnstrecke. Die Gleise verlaufen im Bezirk Pankow durch die Ortsteile Heinersdorf, Blankenburg, Karow und Buch.Gerade in diesem Bereich nahm der Güterverkehr auf der Schiene in den vergangenen Jahren immens zu. Bisher weigert sich die Deutsche Bahn AG aber, Schallschutz einzubauen. Auch nach jüngsten Gesetzesänderungen ist sie nur verpflichtet, bei Neubauprojekten für Schallschutz zu sorgen.

Dafür, dass endlich auch an den bestehenden Bahngleisen etwas für den Gesundheitsschutz der Anwohner getan wird, demonstrierten die Bürger am S-Bahnhof Buch. Der Protest war äußerst kreativ. Teilnehmer bastelten zum Beispiel ein Gleis, auf dem ein aus Karton gebastelter Gefahrengut-Güterzug stand. Das Gleis besetzten sie symbolisch. Außerdem wurde ein Stück Lärmschutzwand aufgebaut. An diese konnten Demonstranten ihre Wünsche und Forderungen an die Politik und die Bahn pinnen. Eine Frau ließ sich dann noch etwas ganz Besonderes einfallen. Sie erschien mit Schlafmütze und Ohrenschützern in Form eines Mini-Güterzugs.

Der scheint direkt durch ihren Kopf zu fahren. Unter dem Motto "Wir machen Lärm, damit wir Ruhe haben" blies die Band "Saxophonquadrat" der Bahn außerdem symbolisch den Marsch. Unterstützt wurde dieser Marsch von einem lautstarken Trillerpfeifenkonzert der Demonstranten. Auf der Kundgebung begann die BINO außerdem mit einer großen Unterschriftenaktion für mehr Gesundheitsschutz entlang bestehender Bahnstrecken.

Weitere Informationen zur Unterschriftenaktion und zur BINO gibt es auf www.bino-schiene.de, über den E-Mail-Kontakt info@bino-schiene.de sowie bei Dietrich Peters unter 94 41 91 00.

Bernd Wähner / BW
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